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20211215135640

Inzidenz in Bremen nun bei 234,6

15:47
13.12.2021
Die Sieben-Tages-Inzidenz für die Stadt Bremen ist weiter gestiegen. Sie lag am Montag bei 234,6 (Vortag: 223,4). Das teilt das Gesundheitsressort mit. Insgesamt wurden 164 Neuinfektionen gemeldet. Die Hospitalisierungsinzidenz sank leicht von 6,18 auf 6. Derzeit werden 70 Patienten in den Krankenhäusern versorgt, 22 auf Intensivstation, von denen 14 beatmet werden.

In Bremerhaven gab es im Vergleich zum Sonntag vier Neuinfektionen. Es wurde außerdem ein Todesfall gemeldet. Die Inzidenz stagnierte bei 207,8. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 8,81. Hier werden derzeit 22 Patienten stationär versorgt, sieben auf Intensivstation, drei von ihnen werden beatmet.

Im Land Bremen wurden seit Beginn der Pandemie 42.606 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. In Bremen und Bremerhaven gilt weiterhin die Warnstufe 2. 

Denise Frommeyer

Kritik an „Freizeit-Lockdown“ für Jugendliche

15:25
13.12.2021
Die von Niedersachsens Landesregierung zum neuen Jahr geplante Ausweitung der 2G-Regel auf Jugendliche stößt in der Opposition und beim Kinderschutzbund auf Unverständnis. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte angekündigt, dass die Zutrittsbeschränkungen für Ungeimpfte künftig auch für 12- bis 17-Jährige gelten sollen, etwa in Kinos und Geschäften. Bisher sind Jugendliche davon ausgenommen. Die Impfquote dieser Altersgruppe liegt in Niedersachsen aktuell jedoch erst bei 55 Prozent.

„Der Ministerpräsident zeigt einmal mehr, dass ihm die Rechte und die Situation von Kindern und Jugendlichen gleichgültig sind“, kritisierte der Sozialpolitiker der Grünen, Volker Bajus, Weils Vorhaben am Montag. Die Ausweitung von 2G komme einem „Freizeit-Lockdown“ für Jugendliche gleich und sei unverhältnismäßig. Bajus wies darauf hin, dass die Jugendlichen erst seit dem Spätsommer geimpft werden und wegen der Schließung der Impfzentren bisher deutlich weniger Möglichkeiten gehabt hätten, die Spritzen zu bekommen. „Es kann doch nicht sein, dass Jugendliche jetzt ausbaden sollen, was uns die vielen erwachsenen Impfverweigerer eingebrockt haben.“

FDP-Fraktionschef Stefan Birkner hält vor allem den geplanten Zeitpunkt der 2G-Ausweitung für zu früh. „Selbst Kurzentschlossenen ist es nicht möglich, bis Anfang Januar den vollen Impfschutz zu erreichen“, sagte er. Stattdessen solle das Land eine umfangreiche Infokampagne über die Schulen starten und ab Februar an allen Schulen ein Impfangebot ausrollen, das auch Auffrischungsimpfungen umfasse. „Unter diesen Voraussetzungen wäre es vertretbar, 2G ab Ende Februar, Anfang März auch für diese Altersgruppe einzuführen.“

Der Kinderschutzbund Niedersachsen schlug vor, die Altersgrenze für 2G zumindest bei 14 statt 12 Jahren zu ziehen. Dann hätten die Jugendlichen bei der Impffrage ein Mitspracherecht und seien selbstständiger. Grundsätzlich dürften die Kinder nicht die Impfentscheidungen ihrer Eltern ausbaden. Vorstandsmitglied Simon Kopelke erklärte, 2G und 2G plus seien auch in der Umsetzung schwierig. „Die Kinder und Jugendlichen müssten sich dann vor jedem Fußball- oder Badmintontraining testen lassen - wie sollen sie das schaffen neben der Schule, wie sollen Eltern das zwischen Job und Haushalt einrichten?“ Viele Eltern befürchteten, dass ihre Kinder erneut vom sozialen Leben ausgeschlossen werden.

Denise Frommeyer

Nagelsmann lobt Kimmich: „Heft des Handelns in die Hand genommen“

14:45
13.12.2021
Bayern-Trainer Julian Nagelsmann hat begrüßt, dass Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich nach wochenlangem Schweigen sein Umdenken zur Corona-Impfung publik gemacht hat. „Ich finde es grundsätzlich gut, dass er gesprochen hat, dass er ein bisschen ausgeholt hat über seine Gefühle und Gedanken“, sagte Nagelsmann am Montag in der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auswärtsspiel des FC Bayern München am Dienstagabend (18.30 Uhr) beim VfB Stuttgart.

„Er hat das Heft des Handelns in die Hand genommen“, lobte der 34 Jahre alte Coach. Der 26-jährige Kimmich hatte am Sonntag in einem ZDF-Interview angekündigt, sich nun doch impfen lassen zu wollen.

Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic hieß das Impf-Umdenken des Nationalspielers gut. „Wir haben die Corona-Thematik so gut wie durch“, sagte er am Montag. Kimmichs Teamkollege Jamal Musiala hatte sich zuletzt impfen lassen. Auch beim genesenen Angreifer Serge Gnabry war jüngst von einer Impfung gegen Corona berichtet worden.

Denise Frommeyer