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Hamburger Innenbehörde will Corona-Regeln bei Demos verschärfen

10:50
13.12.2021
Angesichts tausender meist unmaskierter Teilnehmer an einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen will die Hamburger Innenbehörde die Corona-Regeln bei Versammlungen verschärfen. Geplant sei, eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 500 Teilnehmern, sagte ein Behördensprecher am Montag. Auch werde über eine mögliche Teilnehmerbegrenzung nachgedacht. Der Senat werde sich voraussichtlich am Dienstag damit befassen. Zuvor hatte der NDR über die Pläne berichtet.

Seit Wochen gehen in Hamburgs samstags Corona-Skeptiker und Impfgegner auf die Straße - inzwischen mit großem Zulauf. Am vergangenen Samstag versammelten sich in der Hamburger Innenstadt nach Polizeiangaben rund 8000 Menschen, in der Woche zuvor waren es 5000.

Die AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft hat die geplante Verschärfung scharf kritisiert. „Es ist erschreckend, wie der rot-grüne Senat nun gegen unliebsame Demonstranten vorgehen will“, sagte Fraktionschef Dirk Nockemann am Montag. „Wer friedliche Bürger in den Grundrechten einschränken will, verlässt den Weg des Miteinanders und leistet Radikalisierungen erst recht Vorschub.“ 

Denise Frommeyer

Südafrikas Präsident nach positivem Corona-Test in Selbstisolierung

10:05
13.12.2021
Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa befindet sich nach einem positiven Corona-Test in Selbstisolierung. Die Amtsgeschäfte werden diese Woche daher von seinem Stellvertreter David Mabuza übernommen. Das hatte das Präsidialamt am Sonntagabend mitgeteilt.

Der 69-Jährige Ramaphosa werde wegen leichter Covid-19-Symptome behandelt. Ramaphosa habe sich unwohl gefühlt, nachdem er die staatliche Gedenkfeier für den kürzlich gestorbenen Ex-Präsidenten Frederik Willem de Klerk in Kapstadt verlassen hatte. Ramaphosa war demnach vollständig gegen Corona geimpft.

Der Kap-Staat befindet sich gerade im Griff einer vierten Corona-Infektionswelle, die von der hochansteckenden Omikron-Variante getrieben wird. Nach ersten, noch wissenschaftlich unfundierten Erkenntnissen gilt sie zwar als extrem ansteckend, hat aber bei Geimpften meist nur einen milden Krankheitsverlauf.

Epizentrum des Infektionsgeschehen ist der Großraum um die Millionenmetropole Johannesburg sowie die Hauptstadt Pretoria (Gauteng-Provinz). Sie stellte bisher fast 80 Prozent der täglichen Neuinfektionen und kommt nun auf 16.716 Fälle. Mit Einsetzen der großen Sommerferien in Südafrika - die viele Bewohner der ökonomisch und politischen wichtigsten Region nun an den Stränden des Landes verbringen - steigen dort auch die Fallzahlen drastisch.

Denise Frommeyer