Letztes Update:
20211210141315

Inzidenz in Bremen bei 223,3

16:02
09.12.2021
Die Sieben-Tages-Inzidenz für die Stadt Bremen ist weiter gestiegen. Sie lag am Donnerstag bei 223,3 (Vortag: 216,2). Das teilt das Gesundheitsressort mit. Insgesamt wurden 178 Neuinfektionen gemeldet, zudem zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Hospitalisierungsinzidenz sank von 5,47 auf 4,94. Derzeit werden 57 Patienten in den Krankenhäusern versorgt, 15 davon werden beatmet.

In Bremerhaven gab es im Vergleich zum Mittwoch 36 Neuinfektionen. Die Inzidenz sank weiter - von 260,7 auf 246,6. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt bei 4,40. Hier werden derzeit 20 Patienten stationär versorgt, fünf von ihnen werden beatmet.

Im Land Bremen wurden seit Beginn der Pandemie 41.845 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. In Bremen und Bremerhaven gilt weiterhin die Warnstufe 2. 

Denise Frommeyer

4,7 Prozent mehr Todesfälle in Bremen

16:00
09.12.2021
Die Corona-Pandemie hat sich auch bei den Todesfallzahlen in Niedersachsen und Bremen bemerkbar gemacht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag bekannt gab, starben zwischen März 2020 und Februar dieses Jahres 98.121 Menschen in Niedersachsen und damit 3,9 Prozent (3656 Todesfälle) mehr als im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.

In Bremen lagen die Sterbefallzahlen in diesem Zeitraum um 4,7 Prozent höher als im Vorjahr - sie stiegen um 367 auf 8127. Das geht aus Sterbefallzahlen hervor, die das Amt am Donnerstag in Wiesbaden vorlegte.

Denise Frommeyer

Stiko: Kinder-Impfung bei Vorerkrankung empfohlen - möglich auch ohne

15:26
09.12.2021
Die Ständige Impfkommission (Stiko) will die Corona-Impfung Kindern von fünf bis elf Jahren mit Vorerkrankungen und Kontakt zu Risikopatienten empfehlen. Aber auch gesunde Kinder sollen auf Wunsch und nach ärztlicher Aufklärung geimpft werden können, teilte das Expertengremium am Donnerstag zu einem Beschlussentwurf mit. Es handelt sich noch nicht um eine finale Stiko-Empfehlung, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich.

„Zwar ist die Inzidenz in der Altersgruppe sehr hoch, sodass man davon ausgehen kann, dass ohne Impfung ein Großteil der Fünf- bis Elfjährigen mittelfristig infiziert werden wird, allerdings verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch“, teilte die Stiko mit. Kinder ohne Vorerkrankungen in dieser Altersgruppe hätten derzeit ein geringes Risiko für schweres Covid-19, Krankenhauseinweisung und Intensivbehandlung. Hinzu komme, dass das Risiko seltener Nebenwirkungen der Impfung auf Grund der eingeschränkten Datenlage für diese Altersgruppe derzeit nicht eingeschätzt werden könne. Daher spreche die Stiko für Kinder ohne Vorerkrankungen in dem Alter „derzeit keine generelle Impfempfehlung aus“.

Die Stiko schrieb weiter, sie weise „erneut und nachdrücklich darauf hin“, dass Eltern, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie andere in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen tätige Menschen „dringend das Impfangebot inklusive Auffrischimpfung für sich wahrnehmen sollen“.

Für Fünf- bis Elfjährige wird ein niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff verwendet. Von dem mRNA-Vakzin sollen laut Stiko zwei Dosen im Abstand von drei bis sechs Wochen gegeben werden. Die Auslieferung dieses speziellen Kinder-Impfstoffs war kürzlich um eine Woche auf den 13. Dezember vorgezogen worden. Grünes Licht für die Zulassung in Europa hatte es Ende November gegeben. Wenn Ärzte bisher schon kleinere Kinder impften, verringerten sie in der Regel selbst die Dosis des ab 12 Jahren zugelassenen Impfstoffs - dies fällt unter sogenannten Off-Label-Use. Die Stiko-Empfehlung bezieht sich hingegen nur auf den speziellen Kinder-Impfstoff.

Denise Frommeyer