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Stadionimpfen statt Stadionsingen auch für Kinder geplant

20:53
08.12.2021
Aus dem geplanten Stadionsingen in Hannover wird angesichts steigender Corona-Infektionszahlen ein Stadionimpfen - mit mehreren Impfstraßen und Weihnachtsliedern. Geplant sei auch eine Impfaktion für Kinder, sobald die erwartete Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren ausgesprochen sei, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit. Am 22. Dezember soll im Stadion von Hannover 96 vom Nachmittag an für sieben Stunden in weihnachtlicher Atmosphäre und mit Chorgesang geimpft werden. Die Premiere des eigentlich geplanten Stadionsingens wird auf 2022 verschoben.

„Aufgrund der aktuell angespannten Situation in der Corona-Pandemie fand schnell ein Umdenken statt“, sagte Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes vom Evangelisch-lutherischen Stadtkirchenverband Hannover. „Wir haben uns überlegt, wie wir als Kirche gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern jetzt die Menschen hier vor Ort am besten unterstützen können.“ Regionspräsident Steffen Krach kündigte an, die Region Hannover werde Impfteams zur Verfügung stellen. Die Impfkampagne sei an einem Ort, „der für viele mit Sicherheit auch Neugierde weckt“, sagte der SPD-Politiker.

Denise Frommeyer

Rund vier Prozent der Hauskatzen in Europa hatten im Jahr 2020 Corona

19:52
08.12.2021
Rund vier Prozent der Hauskatzen in Europa haben sich einer Studie zufolge im Frühjahr und Sommer 2020 mit dem Coronavirus infiziert. Wie die Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) am Mittwoch mitteilte, untersuchten deutsche und niederländische Forschende insgesamt 2160 Blutproben von Katzen aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Italien und Spanien. Ihre Ergebnisse veröffentlichte das Forscherteam unter der Leitung von Albert Osterhaus von der TiHo im Dezember im Journal „Emerging Infectious Diseases“ des US-amerikanischen Centers for Disease Control. Demnach erprobten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Test, der in tierärztlichen Laboren eingesetzt werden kann. Sie gehen davon aus, dass sich die Katzen bei ihren Besitzerinnen und Besitzern angesteckt haben.

„Unsere Studie bietet einen guten Überblick über Europa“, sagte Osterhaus laut Mitteilung. Die Blutproben der Tiere stammten aus einem Labor, an das sie unabhängig von Corona geschickt worden waren. Insgesamt fanden die Forschenden in 4,4 Prozent aller Blutproben spezifische Antikörper - der Anteil der positiv getesteten Katzen in Spanien war am höchsten und in Großbritannien am niedrigsten. „4,2 Prozent der Proben aus Deutschland enthielten Sars-CoV-2 spezifische Antikörper“, hieß es.

Der Studienleiter geht davon aus, dass sich die Katzen ausschließlich bei Menschen angesteckt haben. „In dieser frühen Phase der Pandemie waren Menschen die einzig denkbare Infektionsquelle.“ Obwohl erkrankte Katzen das Virus ausscheiden, gibt es den Forschern zufolge keine Hinweise darauf, dass die Tiere Menschen anstecken. Aber: „Wir müssen trotzdem wachsam sein.“ Osterhaus riet Tierärztinnen und Tierärzten dazu, Katzen im Zweifelsfall per PCR-Test auf eine Corona-Infektion zu untersuchen. Bei einer aktuellen Infektion sollten Tierhalter auch im Umgang mit ihren Katzen Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Denise Frommeyer