Letztes Update:
20211207165152

Erster bestätigter Omikron-Fall in Hamburg

13:31
07.12.2021
Die Omikron-Variante des Coronavirus hat nun auch Hamburg erreicht. Erstmals sei die als besorgniserregend eingestufte Variante durch Genomsequenzierung bei einer Person aus dem Stadtteil Eimsbüttel nachgewiesen worden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Es handele sich nicht um einen Reiserückkehrer. Die Person sei nicht gegen Corona geimpft. Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären. Es gebe weitere Verdachtsfälle.

Die Hamburger Ärztekammer forderte vom Senat schärfere Corona-Maßnahmen, sollte die Zahl der Infektionen zunehmen. „Wenn sich zeigt, dass Fallzahlen weiter steigen, muss zügig über weitere Corona-Eindämmungsmaßnahmen entschieden werden“, sagte Ärztekammerpräsident Pedram Emami. Nur so könne ein akuter Gesundheitsnotstand in der Stadt verhindert werden. 

Bislang beträgt die Quote der sogenannten Impfdurchbrüche in Hamburg 0,43 Prozent, wie der Senat mitteilte. Von den 1.362.482 Hamburgern, die bis zum 22. November vollständig geimpft waren, haben sich 5911 dennoch infiziert und Symptome entwickelt. 331 von ihnen mussten ins Krankenhaus, und von diesen kamen 36 auf eine Intensivstation.

Ab Anfang kommender Woche müssen in Hamburg auch Vorschulkinder Maske tragen und sich auf das Virus testen lassen. Das geht aus einem Brief hervor, den die Schulbehörde am Dienstag an alle Schulen der Hansestadt verschickte. Zudem wird die Taktung der Corona-Tests erhöht: Zunächst bis Januar sollen die Schüler dreimal pro Woche getestet werden - in der Regel montags, mittwochs und freitags. Dies war bereits in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien der Fall. An den letzten drei Schultagen vor Weihnachten soll täglich getestet werden, ebenso an den ersten drei Tagen nach den Weihnachtsferien.

Denise Frommeyer

Polen verschärft Corona-Restriktionen

13:10
07.12.2021
Wegen anhaltend hoher Infektionszahlen verschärft Polen erneut seine Corona-Restriktionen. Ab dem 15. Dezember werde in Hotels, Restaurants, Kinos und Theatern eine Höchstgrenze von 30 Prozent Auslastung gelten, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Dienstag in Warschau. Bisher lag das Limit bei 50 Prozent. Auch künftig sollen Geimpfte bei dieser Höchstgrenze nicht mitgezählt werden - anders als bisher soll der Betreiber aber verpflichtet werden, bei der Überschreitung der Höchstgrenze die Impfnachweise der zusätzlichen Gäste zu kontrollieren. Bislang fehlt für diese Kontrolle in Polen die rechtliche Grundlage. Vize-Gesundheitsminister Waldemar Kraska betonte, man werde diese noch schaffen.

Ein von der Regierung lange angekündigtes Gesetz, das es Arbeitgebern ermöglichen soll, den Impfstatus ihrer Beschäftigten abzufragen, soll nun abgewandelt werden. Nach Angaben des Gesundheitsministers sieht der Gesetzentwurf vor, dass der Arbeitgeber ein Corona-Testergebnis einfordern darf - nicht aber einen Impfnachweis. Ab dem 1. März will Polen eine Impfpflicht für medizinisches Personal, Lehrer und Uniformierte einführen. Um die Ausbreitung des Coronavirus über die anstehenden Feiertage einzudämmen, sollen die Schulen landesweit in der Zeit vor und nach den Weihnachtsferien, vom 20. Dezember bis zum 9. Januar, zu Fernunterricht übergehen.

Am Dienstag meldete das Gesundheitsministerium 19.366 registrierte Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, 504 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Impfquote liegt bei 54 Prozent. 

Denise Frommeyer