Die Omikron-Variante des Coronavirus hat nun auch Hamburg erreicht. Erstmals sei die als besorgniserregend eingestufte Variante durch Genomsequenzierung bei einer Person aus dem Stadtteil Eimsbüttel nachgewiesen worden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Es handele sich nicht um einen Reiserückkehrer. Die Person sei nicht gegen Corona geimpft. Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären. Es gebe weitere Verdachtsfälle.
Die Hamburger Ärztekammer forderte vom Senat schärfere Corona-Maßnahmen, sollte die Zahl der Infektionen zunehmen. „Wenn sich zeigt, dass Fallzahlen weiter steigen, muss zügig über weitere Corona-Eindämmungsmaßnahmen entschieden werden“, sagte Ärztekammerpräsident Pedram Emami. Nur so könne ein akuter Gesundheitsnotstand in der Stadt verhindert werden.
Bislang beträgt die Quote der sogenannten Impfdurchbrüche in Hamburg 0,43 Prozent, wie der Senat mitteilte. Von den 1.362.482 Hamburgern, die bis zum 22. November vollständig geimpft waren, haben sich 5911 dennoch infiziert und Symptome entwickelt. 331 von ihnen mussten ins Krankenhaus, und von diesen kamen 36 auf eine Intensivstation.
Ab Anfang kommender Woche müssen in Hamburg auch Vorschulkinder Maske tragen und sich auf das Virus testen lassen. Das geht aus einem Brief hervor, den die Schulbehörde am Dienstag an alle Schulen der Hansestadt verschickte. Zudem wird die Taktung der Corona-Tests erhöht: Zunächst bis Januar sollen die Schüler dreimal pro Woche getestet werden - in der Regel montags, mittwochs und freitags. Dies war bereits in den ersten beiden Wochen nach den Herbstferien der Fall. An den letzten drei Schultagen vor Weihnachten soll täglich getestet werden, ebenso an den ersten drei Tagen nach den Weihnachtsferien.