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20211206205247

Mittlerweile mehr als 260 registrierte Omikron-Fälle in Dänemark

20:52
06.12.2021
Die Zahl der in Dänemark registrierten Omikron-Fälle steigt stark. Wie das staatliche Gesundheitsinstitut SSI am Montagnachmittag mitteilte, wurden mittlerweile insgesamt 261 Infektionen mit der Variante des Coronavirus entdeckt. Darunter waren 73 Fälle, die per Gesamtgenomsequenzierung nachgewiesen wurden, sowie 188 per Varianten-PCR-Test bestätigte Infektionen. Man finde eine stetig steigende Zahl an Omikron-Fällen in Dänemark, schrieb das Institut dazu. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Gesamtwert in der täglich aktualisierten Aufstellung bei 183 gelegen.

Die ersten Omikron-Fälle in Dänemark waren am 28. November bestätigt worden. Sie waren bei zwei Personen entdeckt worden, die mit dem Flugzeug aus Südafrika eingereist waren. Im südlichen Afrika war die Variante zuvor erstmals aufgetreten.

Mehrere der dänischen Omikron-Fälle werden mittlerweile auf ein DJ-Konzert am 27. November in Aalborg zurückgeführt: Wie der Sender TV2 Nord am Sonntag unter Berufung auf Behördenangaben berichtet hatte, sind unter den knapp 1500 Besuchern des Konzerts bislang zehn Omikron-Fälle aufgetaucht. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau ist einer der Fälle per Gesamtgenomsequenzierung bestätigt worden, die anderen neun wurden per Varianten-PCR-Test nachgewiesen. Diesen Test betrachten die Dänen beim Nachweis der Omikron-Variante nun als so sicher, dass sie damit registrierte Fälle, die zuvor als „Verdachtsfälle“ galten, mittlerweile als nachgewiesen auflisten.

Denise Frommeyer

Studie: Corona und Impfdebatte belasten Weihnachtsstimmung

20:39
06.12.2021
Die Pandemie und die Impfdebatte drücken auf die Weihnachtsstimmung der Deutschen. "Die Luft ist raus", sagte der Leiter der repräsentativen "Weihnachtsstudie" der Universität der Bundeswehr, Philipp Rauschnabel, am Montag in München. Trotz Optimismus sei im vergangenen Jahr an Heiligabend weniger Weihnachtsstimmung aufgekommen. Auch dieses Jahr seien die Erwartungen niedrig: Mehr als drei Viertel der Befragten (78 Prozent) erwarteten ein durchschnittliches Weihnachten, rund jeder siebte (15 Prozent) gehe sogar davon aus, dass es weniger schön als in den Vorjahren werde. Nur rund sieben Prozent glaubten das Gegenteil.

Doch geringe Erwartungen seien auch eine Chance, so die Forscher rund um den Professor für Digitales Marketing und Medieninnovation. Sie könnten leichter übertroffen werden. Entscheidender Faktor für ein schönes Fest sei für drei von vier Befragten, Zeit mit wichtigen Personen zu verbringen, gefolgt von gutem Essen (69 Prozent), Ruhe (61 Prozent) und Weihnachtsdekoration (57 Prozent). Fast ganz am Schluss liegt der Studie zufolge der Besuch von Gottesdiensten. Dies sei nur etwa jedem Sechsten wichtig. Dahinter komme nur noch die Erwartung auf viele Geschenke (8 Prozent).

Sorgen bereitet den Forschern nach eigenen Angaben der Umgang mit den Corona-Regeln. Die Offenheit zum Regelbruch über die Feiertage sei mit 47 Prozent sogar fünf Prozent höher als vergangenes Jahr. Bei den Ungeimpften seien zwei von drei Personen dazu bereit. Mehr als zwei Drittel der Ungeimpften gäben sogar an, die Pandemie über die Feiertage zu verdrängen. "Diese Zahlen sollten uns zu denken geben", so Rauschnabel.

Umgekehrt sagten 44 Prozent, sie wollten dieses Jahr Feste und Treffen meiden, auf denen die 2G-Regeln nicht umgesetzt würden. Unter den Geimpften seien es sogar mehr als die Hälfte. Dies sei auch jener Anteil, der angegeben habe, Personen bewusst nicht zu sich einzuladen. "Wir erkennen hier ganz deutlich die Tendenz, dass Impfverweigern von vielen Menschen sozial sanktioniert wird."

Denise Frommeyer