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20211206170858

Corona-Ausbruch in JVA Hannover-Hainholz

12:50
06.12.2021
Durch einen Corona-Ausbruch in der Haftanstalt Hannover-Hainholz sind zwölf Häftlinge infiziert worden. Bei einem 13. Häftling sei die Bestätigung der Infektion durch einen PCR-Test erwartbar, nachdem schon ein Schnelltest positiv ausgefallen sei, sagte der Leiter der Justizvollzugsanstalt (JVA), Matthias Bormann, am Montag.

Seit vergangenem Donnerstag seien 60 Gefangene einschließlich der Infizierten in einem Haus der Anstalt in Einzelquarantäne. Sie hätten keinen Kontakt untereinander. Dies werde voraussichtlich bis Anfang kommender Woche dauern. Andere Häuser seien nicht betroffen.

Das Virus wurde laut Bormann durch einen externen Mitarbeiter der Gefangenenbetreuung eingeschleppt. Der Mann sei vollständig geimpft gewesen, es habe bei ihm einen Impfdurchbruch gegeben. Auch fünf der infizierten Gefangenen seien vollständig geimpft. „Aufgrund der Impfung gibt es nur milde Verläufe.“

Die JVA Hannover im Stadtteil Hainholz hat 650 Haftplätze, von denen derzeit 550 belegt sind. Die Bediensteten seien zu 90 Prozent geimpft, sagte Bormann. Bei den Häftlingen liege die Quote bei gut 50 Prozent. Dabei sei der Anteil bei den Untersuchungshäftlingen etwas niedriger. Sie wollten sich entweder in Freiheit oder in der endgültigen Haftanstalt impfen lassen. Viele fürchteten auch, beim Impfen persönliche Daten preiszugeben.

Patrick Reichelt

Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen nehmen deutlich zu

12:34
06.12.2021
Deutlich mehr Menschen haben sich in den vergangenen Wochen in niedersächsischen Arztpraxen gegen das Coronavirus impfen lassen. In der vergangenen Woche waren es 393 000 Menschen, sagte Detlef Haffke, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN), der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Mit 330 000 waren ein Großteil Auffrischungsimpfungen. In der Woche zuvor waren es den Angaben zufolge insgesamt rund 290 000 Corona-Schutzimpfungen in Arztpraxen, die Woche davor rund 180 000. Neben Arztpraxen impfen etwa auch mobile Teams in Niedersachsen.

Arztpraxen bekämen verstärkt Anfragen von Menschen, die eine Auffrischungsimpfung wollten, auch vor dem Hintergrund der veränderten 2G-plus-Regel. Arztpraxen achten laut Haffke verstärkt darauf, dass die Auffrischungsimpfung fünf oder sechs Monaten nach der zurückliegenden Impfung verabreicht wird.

Seit Samstag benötigen Menschen mit einer Auffrischungsimpfung keinen negativen Corona-Test mehr, um Zutritt ins Restaurant oder zum Friseur zu erhalten. Wer diese weitere Impfung noch nicht hatte, aber zwei Impfungen der Hersteller Biontech/Pfizer, Moderna, Astrazeneca beziehungsweise eine mit Johnson & Johnson, muss einen negativen Test vorweisen - ein Schnelltest darf maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test maximal 48 Stunden. Die als zuverlässiger geltenden PCR-Tests müssen jedoch vielfach selbst bezahlt werden, die Schnelltests sind kostenlos und können bei Bedarf jeden Tag genommen werden. Wer weder geimpft noch von einer Covid-Infektion genesen ist, bekommt in vielen Bereichen keinen Zutritt. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind davon ausgenommen.

Patrick Reichelt

Erste Omikron-Fälle in Russland nachgewiesen

12:23
06.12.2021
In Russland haben die Behörden die ersten beiden Fälle der neuartigen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Insgesamt seien zehn Rückkehrer aus Südafrika positiv getestet worden, teilte die nationale Behörde für Verbraucherschutz am Montag in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge mit. Durch Genomsequenzierung seien bei zwei von ihnen Infektionen mit der Omikron-Variante festgestellt worden.

Präsident Wladimir Putin hatte die Regierung am Freitag angewiesen, eine Strategie zu entwickeln, um eine Ausbreitung der neuen Variante in Russland zu verhindern. Im flächenmäßig größten Land der Erde, das über fünf eigene Impfstoffe verfügt, ist vor allem die verhältnismäßig niedrige Impfquote ein Problem: Bislang sind erst knapp 44 Prozent der 146 Millionen Einwohner vollständig geimpft.

Viele Russen sind skeptisch gegenüber dem Präparat Sputnik V, das bislang weder von der EU-Arzneimittelbehörde noch der Weltgesundheitsorganisation zugelassen ist. Im Gegenzug sind in Russland keine westlichen Präparate erlaubt. Zuletzt wurden dort mehr als 32 100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert. Im selben Zeitraum zählten die Behörden 1184 Corona-Todesfälle. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen deutlich höher liegen.

Patrick Reichelt