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Klaus Allofs zur Corona-Krise: „Impfen wird am Ende die Lösung sein“

08:50
03.12.2021
Fußball-Europameister und Vize-Weltmeister Klaus Allofs sieht den Fußball durch die Corona-Krise in einer schwierigen Situation. „Der Fußball ist wie viele wirtschaftliche Bereiche in einer herausfordernden Situation, die es zu meistern gilt. Ich habe von Beginn an die Überzeugung geteilt, dass Impfen der Weg ist. Das wird am Ende die Lösung sein, bedeutet aber zumindest im Augenblick nicht, dass man nicht trotzdem erkranken kann“, sagte der Düsseldorfer vor seinem 65. Geburtstag am Sonntag im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben, das mit der Zeit aber hoffentlich seinen Schrecken verliert“, sagte Allofs, der seit mehr als einem Jahr als Vorstandsmitglied bei Fortuna Düsseldorf wieder in seiner Heimatstadt wirkt. Er hofft darauf, dass die Impfquote in seinem Team bald bei 100 Prozent liegt und man zukünftig von Beginn an darauf achten könnte. „Sollte es rechtlich in Ordnung sein, würden wir sicherlich bei Neueinstellungen den Impfstatus abfragen. Ich habe auch absolutes Verständnis dafür, dass man sich fragt, warum müssen die Zuschauer geimpft sein, die Spieler aber nicht“, sagte der ehemalige Kapitän der Fußball-Nationalmannschaft.

Seine Karriere als Spieler und Manager bei Fortuna Düsseldorf, Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg sowie drei Jahren in Frankreich bei Olympique Marseille und Girondins Bordeaux verlief außerordentlich erfolgreich und ist von vielen Titeln gekrönt. „Wenn man als Kind davon träumt, im Rheinstadion zu spielen und Fußballprofi zu werden, und das dann schafft, ist das schon ein erfüllter Traum“, befand der ehemalige Offensivspieler, der noch immer zu den zehn besten Torjägern der Bundesligageschichte zählt.

Patrick Reichelt

Niedersachsens Friseure fürchten Umsatzrückgänge durch 2G-plus

07:54
03.12.2021
Angesichts drohender Umsatzrückgänge durch die schärfere 2G-plus-Regel wächst bei den niedersächsischen Friseuren der Unmut über die Corona-Politik. „Es ist alles nicht ausgereift und leider trifft es wieder eine Branche, die schon gebeutelt ist durch die beiden Lockdowns, die wir hatten“, sagte die Landesinnungsmeisterin des niedersächsischen Friseurhandwerks, Manuela Härtelt-Dören, der Deutschen Presse-Agentur.

Wegen fehlender Testkapazitäten gingen bei den Betrieben im Land bereits zahlreiche Termin-Absagen ein. Für den Dezember, laut Verband einer der umsatzstärksten Monate im Jahr, erwartet die Innungsmeisterin aus Göttingen einen Umsatzrückgang von 30 bis 40 Prozent. Die Friseure fordern daher die Landesregierung auf, wieder nach 3G oder zumindest nach 2G arbeiten zu dürfen.

Seit Mittwoch gilt für weite Teile des öffentlichen Lebens in Niedersachsen 2G-plus. Das heißt, es reicht nicht mehr gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-19-Infektion genesen zu sein. Wer etwa einen Friseur besuchen will, benötigt auch einen negativen Testnachweis. Wegen hoher Nachfrage bildeten sich vor Testzentren an vielen Orten zuletzt jedoch lange Warteschlangen.

Patrick Reichelt