Die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz haben sich für eine rasche Reaktion auf die hohen Corona-Zahlen ausgesprochen. Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun waren am Mittwochabend bei einer gemeinsamen Diskussionsrunde mit CDU-Mitgliedern bei dieser Frage im Wesentlichen einig. Merz, der als Favorit bei der am Samstag beginnenden ersten Befragung der rund 400 000 CDU-Mitglieder gilt, schloss sich ausdrücklich den Äußerungen von Braun und Röttgen an.
Braun betonte, bis Weihnachten solle wenn möglich allen, die in der ersten Jahreshälfte ihre Zweitimpfung abgeschlossen hätten, eine frische Impfung angeboten werde. „Das ist wichtig für ein sicheres Weihnachtsfest und auch wichtig, um diese vierte Welle zu unterbrechen.“ Röttgen sagte, es dürfe keine Verzögerungen mehr bei den notwendigen Maßnahmen geben. „Es ist kein Thema für Opposition, sondern für gemeinsames überparteiliches Handeln.“ Es gelte: „Impfen, impfen, impfen.“ Nun solle vorbereitet werden, dass der Bundestag im Januar über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden könne. Er selbst habe sich zu einer solchen Impfpflicht durchgerungen.