Letztes Update:
20211201204934

Merz, Röttgen und Braun für rasches gemeinsames Handeln gegen Corona

19:58
01.12.2021
Die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz haben sich für eine rasche Reaktion auf die hohen Corona-Zahlen ausgesprochen. Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der Außenpolitiker Norbert Röttgen und der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun waren am Mittwochabend bei einer gemeinsamen Diskussionsrunde mit CDU-Mitgliedern bei dieser Frage im Wesentlichen einig. Merz, der als Favorit bei der am Samstag beginnenden ersten Befragung der rund 400 000 CDU-Mitglieder gilt, schloss sich ausdrücklich den Äußerungen von Braun und Röttgen an.

Braun betonte, bis Weihnachten solle wenn möglich allen, die in der ersten Jahreshälfte ihre Zweitimpfung abgeschlossen hätten, eine frische Impfung angeboten werde. „Das ist wichtig für ein sicheres Weihnachtsfest und auch wichtig, um diese vierte Welle zu unterbrechen.“ Röttgen sagte, es dürfe keine Verzögerungen mehr bei den notwendigen Maßnahmen geben. „Es ist kein Thema für Opposition, sondern für gemeinsames überparteiliches Handeln.“ Es gelte: „Impfen, impfen, impfen.“ Nun solle vorbereitet werden, dass der Bundestag im Januar über eine allgemeine Impfpflicht entscheiden könne. Er selbst habe sich zu einer solchen Impfpflicht durchgerungen.

Jan-Felix Jasch

Hendrik Wüst erwartet Impfpflicht: „Bin ziemlich sicher: Sie kommt.“

19:15
01.12.2021
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) rechnet mit einer Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. „Es gibt deutliche Einigkeit über Ländergrenzen hinweg, auch über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg“, sagte er am Mittwochabend in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“. „Ich bin ziemlich sicher: Sie kommt.“

Eine solche Pflicht sei zwar „keine Kleinigkeit“, räumte Wüst ein. Aber man müsse sehen, dass man es momentan mit „einer Pandemie der Nicht-Geimpften“ zu tun habe. „Deswegen - glaube ich - ist das am Ende nötig.“ Er halte es auch für richtig, dass man dann bei Verstößen zahlen müsse. Eine Pflicht sei auch umzusetzen.

Jan-Felix Jasch