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20211201124116

RKI: Gut 800 000 Impfungen am Dienstag - Impfquote bei 68,6

11:46
01.12.2021
In Deutschland sind inzwischen mindestens 57 Millionen Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Das sind 68,6 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervorgeht (Stand: Mittwoch 9.38 Uhr). Am Dienstag wurden demnach rund 807 000 Dosen verabreicht. Dabei handelte es sich um 90 729 Erstimpfungen, 59 847 Zweit- und 656 743 Auffrischungsimpfungen.

Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche (23.11.) wurden 96 410 Erstimpfungen verzeichnet, vor zwei Wochen (16.11.) waren es 63 365. Es gab in diesem Monat allerdings auch schon deutlich höhere Werte: So wurden am 24. und 25. November jeweils fast 120 000 Erstimpfungen registriert.

Das Ziel von Bund und Ländern, bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen zu ermöglichen, wäre bei dem aktuellen Impftempo nicht zu schaffen. Mit rund 800 000 Impfungen pro Tag würden bis Weihnachten insgesamt nur etwa 20 Millionen erreicht. Bisheriger Rekordtag war der 9. Juni mit insgesamt 1,4 Millionen Dosen.

Jean-Pierre Fellmer

Teichert: Gesundheitsämter kommen mit Corona-Melden nicht hinterher

11:27
01.12.2021
Viele Gesundheitsämter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen laut der Verbandschefin der Amtsärzte nicht mehr hinterher. „Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsämter können demnach - mit regionalen Unterschieden - eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah an das zuständige Robert Koch-Institut (RKI) weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge.

Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tages-Inzidenzen infrage, die eine Entspannung der Corona-Lage suggerieren. So gab das RKI den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Das ist etwas niedriger als an den beiden Tagen zuvor.

Die Gesundheitsämter bräuchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen. „Da muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, dass noch mal deutlich zu wiederholen.“ Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarantäne seien derzeit stark eingeschränkt, sagte Teichert.

Jean-Pierre Fellmer