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Hamburg macht Druck auf Ungeimpfte: Kein Shoppen und weniger Kontakte

20:20
30.11.2021
Angesichts weiter steigender Corona-Zahlen sperrt Hamburg Ungeimpfte ab Samstag vom Einzelhandel aus. Zudem soll es für sie scharfe Kontaktbeschränkungen geben, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Dienstag ankündigte. Schon ab dem kommenden Wochenende sollen sich die Ladentüren für Ungeimpfte nur noch für Einkäufe zur Deckung des täglichen Bedarfs öffnen - in Supermärkten, Apotheken oder Drogerien. Darüber hinaus beschloss der rot-grüne Senat, dass ebenfalls von Samstag an in Clubs das 2G-plus-Modell gilt: Besucher müssen dann neben einem Impf- oder Genesenen-Nachweis auch einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Künftig sollen sich in Hamburg Ungeimpfte nur noch mit maximal zwei Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen dürfen. „Das ist die sogenannte Kontaktbeschränkung "zei Haushalte", aber maximal der Haushalt des Ungeimpften plus zwei weitere Personen eines weiteren Haushalts“, sagte Tschentscher (SPD) nach einer Telefonkonferenz der Länderchefs mit der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem designierten Nachfolger Olaf Scholz (SPD) zur Corona-Lage.

Die vom Senat beschlossene Regelung werde in der voraussichtlich am kommenden Samstag in Kraft tretenden neuen Eindämmungsverordnung enthalten sein, aber erst rechtswirksam, wenn eine Bundesverordnung geändert sei, die dem noch entgegenstehe. Er sei aber sicher, dass dies „sehr bald“ der Fall sein werde, betonte Tschentscher.

dpa

Niedersachsen: Bußgelder für weitere Corona-Verstoße in Arbeit

18:23
30.11.2021
Weitere Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln sollen voraussichtlich in dieser Woche in Niedersachsen in Kraft treten. Das teilte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Dienstag in Hannover mit. Ein entsprechender Entwurf befinde sich derzeit in der Ressortabstimmung. Mit diesen Bußgeldern sollen auch Vergehen geahndet werden können, die wegen weiteren Maßnahmen hinzugekommen sind. Das sind etwa Verstöße gegen die 2G-plus-Regel.

Wenn ein Betrieb etwa einen Menschen hineinlässt, ohne zu kontrollieren, dass dieser zusätzlich zur vollständigen Impfung oder Genesung auch negativ getestet ist, muss laut Entwurf mit einer Strafe zwischen 4000 und 20 000 Euro rechnen. Die 2G-plus-Regel gilt von Mittwoch an in weiten Teilen Niedersachsens. Davon ist etwa der Restaurant- oder Kino-Besuch betroffen. Über den Entwurf hatte zuvor die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet.

dpa