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Umfrage: Knappe Mehrheit für härtere Corona-Maßnahmen

15:41
26.11.2021
Eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten in Deutschland wünscht sich einer Umfrage zufolge strengere Corona-Maßnahmen. Laut dem neuen ZDF-„Politbarometer“ finden 52 Prozent, dass die Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie härter ausfallen müssten. Dagegen halten 15 Prozent die aktuell geltenden Maßnahmen für übertrieben, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen hervorgeht. 30 Prozent sagen, dass die Vorgaben so gerade richtig seien. Die Daten wurden in dieser Woche vom 23. bis 25. November erhoben.

Der Umfrage zufolge sind nur 31 Prozent der Auffassung, dass generell genug zum Schutz gegen das Coronavirus getan werde. 63 Prozent stimmten dem nicht zu, 6 Prozent antworteten mit „weiß nicht“. Dass bei einer Vielzahl der Corona-Maßnahmen besonders starke Einschränkungen für Nicht-Geimpfte gelten, hält die große Mehrheit (76 Prozent) für richtig, 22 Prozent hingegen für falsch.

In der Debatte über eine Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht sprechen sich 69 Prozent dafür aus, dass sich jeder gegen das Virus impfen lassen muss. Dagegen sind den Angaben zufolge 29 Prozent. Im Juli sah das laut ZDF-„Politbarometer“ noch anders aus: Damals waren nur 33 Prozent für eine allgemeine Impfpflicht, 64 Prozent waren dagegen. 

Jean-Pierre Fellmer

Krankenhäuser stehen vor Verschiebung geplanter Operationen

14:55
26.11.2021
In der zunehmend dramatischen Corona-Lage bereiten sich auch die Krankenhäuser in Niedersachsen darauf vor, geplante Eingriffe wieder verschieben zu müssen. Die Intensivkapazitäten seien begrenzt, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) am Freitag auf Anfrage mit.

Das Gesundheitsministerium des Landes arbeite bereits an einer Verordnung zur Freihaltung von Kapazitäten, sagte ein NKG-Sprecher. Problematisch für die Krankenhäuser sei dabei, dass es aktuell keine Regelung zur Finanzierung von Ausgleichszahlungen für das Freihalten von Behandlungskapazitäten gebe. In den vorherigen Corona-Wellen habe es dafür sogenannte Freihaltepauschalen gegeben.

Im Vergleich zum Vorjahr werden derzeit insgesamt weniger Covid-Patienten in den niedersächsischen Krankenhäusern behandelt. Der Rückgang zeige sich allerdings nur bei Patienten, die auf den Normalstationen behandelt werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag. Auf den Intensivstationen ist die Zahl demnach mit derzeit 196 Patienten fast genau so hoch wie vor einem Jahr (198).

Jean-Pierre Fellmer