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Flick: Vorerst keine Impfpflicht in der Fußball-Nationalmannschaft

16:38
24.11.2021
Bundestrainer Hansi Flick wird vorerst auf eine Impfpflicht für die deutschen Fußball-Nationalspieler verzichten. „Ich kann jetzt auf Zeit spielen, wir haben im März erst das nächste Länderspiel“, sagte Flick am Mittwoch während einer Videoschalte des Deutschen Fußball-Bundes. „Und ich denke, bis dahin hat sich vieles verändert.“

Über die Möglichkeit einer Nicht-Nominierung ungeimpfter Nationalspieler war zuletzt nach der Corona-Infektion von Bayern-
Abwehrspieler Niklas Süle Anfang November in Wolfsburg diskutiert worden. Mit dem doppelt geimpften Süle mussten vor den abschließenden WM-Qualifikationsspielen vier Profis als Kontaktpersonen in Quarantäne abreisen, darunter Joshua Kimmich, der zuvor öffentlich gemacht hatte, nicht gegen das Virus geschützt zu sein. Inzwischen gehe die Tendenz bei Kimmich zur Impfung, sagte Flick am Mittwoch.

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, die mit den DFB-Frauen im kommenden Sommer die EM in England spielt, sagte, bei einer „2G plus“-Regel könne es „mal passieren, dass du einen Spieler oder eine Spielerin nicht nominieren kannst“. Unter den deutschen Nationalspielerinnen liege die Impfquote aber bei „nahezu 100 Prozent“.

dpa

In Bremerhaven gilt ab Freitag Warnstufe 2

15:04
24.11.2021
In Bremerhaven gilt ab Freitag die Warnstufe 2. Das geht aus einer amtlichen Bekanntmachung vom Mittwoch hervor. Grund dafür ist die gestiegene Hospitalisierungsinzidenz in Bremerhaven. Derzeit gilt die Warnstufe 0. Der Magistrat der Stadt geht wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen auch von mehr Krankenhauseinlieferungen in den nächsten Tagen aus.
Ab der Warnstufe 2 gelten etwa die verschärfte Maskenpflicht und Abstandsregeln außerhalb der eigenen Wohnung.  Welche Regeln genau gelten, lesen Sie hier.
Oberbürgermeiste Melf Grantz appelliert wegen der steigenden Zahlen an die Bevölkerung: „Für Nachlässigkeit gibt es keinen Grund. Die Corona Pandemie ist noch lange nicht beendet.“

Jean-Pierre Fellmer

Verteidigungsressort macht Corona-Schutzimpfung duldungspflichtig

12:56
24.11.2021
Soldatinnen und Soldaten müssen eine Corona-Schutzimpfung dulden. Das Verteidigungsministerium hat diese Impfung für die mehr als 180.000 Männer und Frauen in der Bundeswehr duldungspflichtig gemacht. Die geschäftsführende Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe dies beschlossen und angewiesen, wie ein Sprecher des Ministeriums erklärte am Mittwoch.

Zuvor hatte ein Schlichtergremium - eine Runde aus je drei Vertretern des Verteidigungsministeriums und der Beteiligungsgremien - in einem langen Streit eine Vorentscheidung getroffen und empfohlen, den Schutz in die Liste der duldungspflichtigen Impfungen aufzunehmen.

In der Bundeswehr wurde die Duldungspflicht für Impf- und Vorsorgemaßnahmen vor einigen Jahren eingeführt. Soldaten, die diese verweigern, drohen disziplinarrechtliche Konsequenzen. Die Bundeswehr verweist auf das Soldatengesetz und die Einsatzbereitschaft der Truppe.

„Der Soldat muss ärztliche Maßnahmen gegen seinen Willen nur dann dulden, wenn sie 1. der Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dienen oder 2. der Feststellung seiner Dienst- oder Verwendungsfähigkeit dienen“, heißt es im Soldatengesetz, Paragraf 17a. Und: „Lehnt der Soldat eine zumutbare ärztliche Maßnahme ab und wird dadurch seine Dienst- oder Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt, kann ihm die Versorgung insoweit versagt werden. Nicht zumutbar ist eine ärztliche Maßnahme, die mit einer erheblichen Gefahr für Leben oder Gesundheit verbunden ist.“

Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit ist vor allem mit Blick auf mögliche Impfnebenwirkungen zu wahren. Und gibt es schwere Komplikationen, ergeben sich versorgungsrechtliche Ansprüche.

Saskia Hassink