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20211113172457
Kapitel

Samstag, 13. November

Das war am Samstag, 13. November, wichtig

17:23
13.11.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Land Bremen sind an diesem Samstag 85 neue Corona-Fälle gemeldet worden, davon 70 in der Stadt Bremen und 15 in Bremerhaven. Das teilte das Gesundheitsressort mit.
  • Die Corona-Lage in Niedersachsen verschärft sich weiter, eine Warnstufe ist aber noch nicht erreicht. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen einer Woche je 100.000 Einwohner stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von 113,7 am Vortag auf 118,4 am Samstag.
  • Zu einer Panik mit Verletzten ist es in der Nacht zum Samstag in einer Disko im niedersächsischen Friesoythe gekommen. Mitarbeiter des Landkreises Cloppenburg ließen die Disco um kurz vor Mitternacht räumen, weil viele Gäste ohne Kontrolle ihres Impfstatus Einlass erhalten hatten. Bei der Räumung kam es zu großem Gedränge, Gäste gerieten in Panik. Rettungskräfte sowie die Psychosoziale Notfallversorgung betreuten Verletzte und Betroffene bis 4 Uhr.
  • Wegen steigender Infektionszahlen auch in Niedersachsen fordert Kultusminister Grant Hendrik Tonne mehr Tempo bei der Zulassung eines Impfstoffes für Kinder. „Ich appelliere an die Europäische Arzneimittelagentur, die Zulassung des Impfstoffs für Kinder mit hoher Priorität zu bearbeiten, und bitte die Ständige Impfkommission, zügig die Daten für diese Alterskohorte zu prüfen, damit es möglichst bald zu einer Entscheidung über eine mögliche Empfehlung kommen kann“, sagte der SPD-Politiker.

Deutschland und die Welt: 
  • Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut auf einen Höchstwert gestiegen. Das RKI gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 277,4 an. 
  • Die Bundeswehr will nach einem Bericht des „Spiegels“ bis Weihnachten wegen der sich verschärfenden Corona-Lage 12.000 Soldaten zur Unterstützung von überlasteten Kliniken und Gesundheitsämtern mobilisieren. 
  • In Österreich zeichnet sich vor einer neuen Corona-Krisensitzung unter den neun Bundesländern eine breite Zustimmung zu einem von Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein geplanten "Lockdown für Ungeimpfte" ab. Das zeigt eine Übersicht der Nachrichtenagentur APA von Samstag. Das Parlament soll die Verordnung dann noch am Sonntagabend absegnen.

Saskia Hassink

WHO warnt vor zu zögerlichen Corona-Verschärfungen

16:51
13.11.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt Länder mit stark steigenden Corona-Infektionszahlen davor, zu spät mit strikteren Schutzmaßnahmen einzugreifen. „Je früher Maßnahmen umgesetzt werden, desto weniger müssen wahrscheinlich verhängt werden“, sagte die WHO-Covid-19-Spezialistin Maria van Kerkhove am Freitag in Genf. Sie erinnerte daran, dass die zur Zeit zirkulierende Delta-Variante des Virus deutlich ansteckender sei als frühere Varianten.

Einige Länder seien in einer sehr schwierigen Lage und müssten jetzt - zumindest vorübergehend - sehr strikte Maßnahmen verhängen, um die Infektionszahlen zu drücken, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Wie immer nennt die WHO in diesem Zusammenhang keine Länder und äußert sich nicht zu dem Verhalten einzelner Regierungen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem: weitreichender Einsatz von Masken, Abstand halten, Innenräume gut lüften, Menschenansammlungen auf engem Raum vermeiden und wo möglich Arbeiten von Zuhause.

Saskia Hassink