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Ministerpräsident Kretschmer fordert schnelles Treffen von Bund und Ländern

07:57
05.11.2021
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert angesichts des Corona-Infektionsgeschehens ein schnelles Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung. Es sei nicht verständlich, warum es bei den steigenden Zahlen nicht sofort möglich sei, sich zu treffen, sagte Kretschmer am Freitag im Deutschlandfunk.

Er warnte davor, zu viel Zeit verstreichen zu lassen. Man müsse jetzt Maßnahmen treffen und nicht erst in zwei oder drei Wochen, so der Regierungschef weiter. „Wir müssen dieses Land vor einem Lockdown schützen.“ Dazu brauche man ein Infektionsschutzgesetz, das auch Werkzeuge an die Hand gebe, um der Pandemie wirklich entgegentreten zu können. In dem Zusammenhang sprach er sich auch für kostenlose Tests aus.

Es müsse außerdem deutlich werden, dass etwa die 2G-Regelung keine unzumutbare Belastung sei, sondern ein Instrument, um einen kompletten Lockdown zu verhindern. 2G bedeutet, dass zu bestimmten Orten nur noch Geimpfte und im letzten halben Jahr Genesene Zutritt bekommen und für Ungeimpfte Tests nicht ausreichen. Das sächsische Kabinett will eine solche Regelung an diesem Freitag einführen.

Es sei ein „ganz verheerendes Signal“ der Ampel-Koalitionsverhandler im Bund gewesen, „die pandemische Lage für beendet zu erklären“, sagte Kretschmer mit Blick auf das geplante Auslaufen des Sonderstatus einer „epidemischen Notlage von nationaler Tragweite“ zum 25. November. „Das ist, glaube ich, jetzt mittlerweile deutlich geworden, dass das eine krasse Fehleinschätzung ist.“

WK

Weihnachtsmärkte starten wieder in Niedersachsen und Bremen

07:46
05.11.2021
Glühwein, Lebkuchen, Kunsthandwerk und Tannenduft: Viele niedersächsische Städte sowie Bremen wollen in diesem Jahr in ihren Innenstädten wieder Weihnachtsmärkte veranstalten. Mancherorts beginnen die Märkte sogar früher als in Vorjahren. Doch Besucher müssen überall Corona-Auflagen beachten, teilweise ist auch das Tragen eines Einlassarmbändchens Pflicht.

In Oldenburg etwa wird der Weihnachtsmarkt, der „Lamberti-Markt“, in diesem Jahr um eine Woche vorgezogen und beginnt bereits am 16. November statt am 23. November. Die Marktfläche wird nach Angaben der Stadt erweitert, um einen „luftigeren“ Aufbau der Buden und Stände zu gewährleisten, breitere Gassen zu schaffen und das Stauen von Menschenmassen zu verhindern. Auf dem Markt ist die 3G-Regel geplant. Überwacht werden soll sie durch die Ausgabe von Armbändchen in täglich wechselnden Farben.

In Bremen soll der Weihnachtsmarkt nach derzeitigem Stand regulär vom 22. November bis zum 23. Dezember veranstaltet werden. Da es sich um ein öffentliches, nicht abgesperrtes Gelände handelt, werde es auch keine 2G- oder 3G-Regelung geben, hieß es von der Bremer Wirtschaftsförderung. In Bremerhaven findet der Weihnachtsmarkt vom 22. November bis zum 2. Januar 2022 statt.

Patrick Reichelt