Letztes Update:
20211103204429

Mobiles Impfteam in der Bremer Volkshochschule

15:02
03.11.2021
Die Bremer Volkshochschule schafft wegen des großen Zulaufs bei ihrer ersten Impfaktion Mitte Oktober eine weitere Gelegenheit, sich kostenlos und ohne Termin in den VHS-Räumen erst- oder zweitimpfen zu lassen. Auch Booster-Impfungen sind vor Ort möglich – sie richten sich an Menschen über 60 Jahre, immungeschwächte Personen oder Pflegepersonal, deren letzte Impfung gegen COVID 19 mindestens 6 Monate zurückliegt.
Das "mobile Impfteam" nimmt am Donnerstag, 11. November, in der Zeit von 10 bis 16 Uhr, in der Faulenstraße 69, 2. Etage, Raum 215 alle Menschen in Empfang, die sich mit den Impfstoffen von Biontech oder Johnson & Johnson immunisieren lassen möchten. Interessierte benötigen lediglich ihren Personalausweis oder Reisepass, ihre Versichertenkarte, ihren Impfausweis (falls vorhanden) und gegebenenfalls eine Medikamentenliste.

Michael Rabba

US-Immunologe Fauci warnt vor neuartigen Coronaviren

15:01
03.11.2021
Der US-Immunologe Anthony Fauci hat vor einer Kombination des jetzigen Coronavirus mit anderen Virentypen gewarnt. „Das wäre schrecklich! Und es ist natürlich möglich“, sagte der US-Regierungsberater der Wochenzeitung „Die Zeit“. Fauci verwies darauf, dass das erste Sars-Virus 2003 eine Sterblichkeit von 10 Prozent verursacht habe, das Mers-Virus zehn Jahre später von 25 bis 35 Prozent. „Ein Virus, das so leicht übertragbar wäre wie das jetzige Sars-CoV-2, kombiniert mit der Sterblichkeit dieser früheren Coronaviren - das wäre eine Katastrophe für die Menschheit.“

Fauci forderte große Anstrengungen, um universelle Impfstoffe gegen Coronaviren zu entwickeln. „Es wäre naiv zu glauben, dass wir von einem weiteren Virus verschont bleiben.“ Notwendig sei eine weltweite Anstrengung. Kein Land könne dies allein regeln. „Wir erleben eine Pandemie, wie wir sie seit über 100 Jahren nicht mehr gesehen haben“, sagte der Immunologe weiter. „Der Albtraum hält noch an.“

Die Frage, ob die Corona-Pandemie im nächsten Frühjahr vorbei sei, beantwortete er zurückhaltend. „Ich halte es für denkbar, dass wir die Pandemie eindämmen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir sie bis zum nächsten Sommer ausrotten.“ Fauci verteidigte das Impfen von Kindern. Nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren in den USA hatte auch ein Expertengremium der Gesundheitsbehörde grünes Licht gegeben.

dpa

Hamburg ändert Strategie bei der Corona-Kontaktnachverfolgung

14:24
03.11.2021
Die Stadt Hamburg ändert vor dem Hintergrund der großen Anzahl geimpfter Menschen bei der Corona-Kontaktnachverfolgung ihre Strategie. Infizierte werden verpflichtet, künftig selbst ihre Kontaktpersonen zu informieren. Diese Kontaktpersonen – mittlerweile mutmaßlich überwiegend geimpft und damit überwiegend nicht quarantänepflichtig – sollen an sich beobachten, ob Symptome auftreten, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde Martin Helfrich am Mittwoch mitteilte. Wenn es Ausbruchssituationen gebe oder besondere Sachverhalte, werde das Gesundheitsamt weiterhin alle Einzelfälle ermitteln. Keinerlei Änderungen wird sich vor diesem Hintergrund beispielsweise für Kitas, Schulen, öffentliche Unterkünfte oder weitere vulnerable Einrichtungen wie Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ergeben. Zuvor hatten das „Hamburger Abendblatt“ und der NDR berichtet.

Bisher informieren die Gesundheitsämter die Kontaktpersonen meist telefonisch. Für die Gesundheitsämter allein sei das Anrufaufkommen überhaupt nicht mehr beherrschbar gewesen, weswegen die „Zentrale Unterstützung Kontaktnachverfolgung“ geschaffen wurde, wie Helfrich sagte. Es wurden Hunderte Hilfskräfte eingestellt, um die zahlreichen Anrufe und die Datenerfassungen zu tätigen. In dieser Phase der Pandemie sei dieser Aufwand gerechtfertigt, weil jede Ansteckung schlimmstenfalls tödliche Folgen mit sich bringen konnte.

Vor dem Hintergrund einer überwiegend geimpften Bevölkerung - nach Angaben der Gesundheitsbehörde sind mehr als 86 Prozent der Erwachsenen in Hamburg geimpft - käme man nun in eine andere Phase der Pandemie, heißt es. Auch wenn die Impfquote noch weiter erhöht werden müsse, um das Risiko für die gesamte Gesellschaft noch weiter zu senken, könne der Umgang mit Corona wieder zunehmend eigenverantwortlich und selbstbestimmt erfolgen.

Den Angaben zufolge soll es keinerlei Abbau beim medizinischen Fachpersonal geben. Zahlreiche der befristet zusätzlich eingestellten Hilfskräfte werden künftig aber nicht mehr erforderlich sein. „Von über 700 Kräften in der Kontaktnachverfolgung werden wir damit zum Frühjahr hin noch etwa 550 im Einsatz haben“, sagte Helfrich.

dpa