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Israel erlaubt Einreise von Individualtouristen unter Auflagen

13:58
01.11.2021
Nach mehr als anderthalb Jahren Einreisesperre wegen Corona dürfen Individualtouristen ab sofort (1. November) unter Auflagen wieder nach Israel kommen. Dabei gelten aber genaue Vorgaben für Geimpfte und Genesene, wie Regierungschef Naftali Bennett, Gesundheitsminister Nitzan Horowitz und Tourismusminister Joel Raswosow zuvor mitgeteilt hatten.

Ausländer dürfen laut Gesundheitsministerium einreisen, wenn sie zwei Dosen des Impfstoffs der Hersteller Pfizer/Biontech, Moderna, Astrazeneca, Sinovac, Sinopharm oder des Serum Institute of India erhalten haben und wenn mindestens 14 Tage seit der zweiten Dosis vergangen sind. Nach einer einzelnen Impfdosis des Corona-Vakzins von Johnson & Johnson ist ebenfalls ein Zeitabstand von 14 Tagen notwendig. Diese Zeitfenster gelten auch nach einer Auffrisch-Impfung.

Entscheidend dabei ist allerdings auch, dass bis zur Ausreise aus Israel nicht mehr als 180 Tage seit der zweiten Impfung oder bei Johnson & Johnson seit der einzelnen Impfung vergangen sein dürfen - oder es liegt eine Auffrisch-Impfung vor.

Das Mittelmeerland Israel hatte sich nach Beginn der Pandemie praktisch abgeschottet. Ausländer durften nur in Ausnahmefällen einreisen. Nach einer Besserung der Lage landete im Juni erstmals wieder eine deutsche Reisegruppe in Israel. Einreisegenehmigungen für Individualtouristen wurden mehrmals angekündigt, jedoch immer wieder verschoben. Die Infektionszahlen in Israel sinken seit Anfang September deutlich.

WK

Kritik an Spahns Forderung zu Impfzentren aus Niedersachsen

12:38
01.11.2021
Die Forderung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Wiedereröffnung der stationären Impfzentren stößt in Niedersachsen auf Kritik. Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) nannte Spahns Vorgehen irritierend: „Es war schließlich der gleiche Minister, der die Finanzierung der Impfzentren und die Belieferung der Länder mit Impfstoff zum 30. September eingestellt hat“, sagte Behrens am Montag in Hannover.

Niedersachsen habe mit mobilen Impfteams eine neue Struktur geschaffen. Dabei gehe es vor allem um Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen, aufsuchende Impfangebote an Schulen und Berufsschulen sowie niedrigschwellige, dezentrale Impfaktionen.

„Die Hauptlast der Impfkampagne liegt nach der Schließung der großen Impfzentren aber bei den Praxen in Niedersachsen“, sagte Behrens. „Hier erwarte ich in den kommenden Wochen einen deutlichen Aufwuchs bei den durchgeführten Impfungen. Die Impfdynamik ist mir derzeit zu gering.“ In Niedersachsen sind mit Stand Montag 68,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

In Bremen (Impfquote 78,2 Prozent) wurde das große Impfzentrum in einer Messehalle erst am 22. Oktober geschlossen. Das Land setzt seitdem auf dezentrale Lösungen. „In Bremerhaven haben wir eine Impfstelle eingerichtet, in Bremen bislang zwei“, sagte ein Sprecher des Gesundheitsressorts. „Heute in 14 Tagen eröffnet die nächste Impfstelle, und dann haben wir bereits wieder so viele Impfstraßen in Betrieb wie am Ende in Halle 7.“ Dazu kämen mobile Teams, Impftrucks sowie die Kapazitäten der Arztpraxen.

WK