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20211028082107

Umfrage: Mehrheit der Ungeimpften will ungeimpft bleiben

06:44
28.10.2021
Die große Mehrheit der Ungeimpften wird sich voraussichtlich nicht mehr davon überzeugen lassen, sich in den kommenden Wochen gegen Covid-19 impfen zu lassen. Das hat die bisher größte Befragung von Ungeimpften durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums ergeben, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet.

Zwei Drittel (65 Prozent) der rund 3000 Befragten gaben demnach an, sich „auf keinen Fall“ in den nächsten zwei Monaten impfen zu lassen. Zu „eher nein“ tendierten 23 Prozent. Lediglich zwei Prozent der Befragten wollten sich „auf jeden Fall“ impfen lassen. Die restlichen zehn Prozent zeigten sich unentschlossen oder hielten eine spätere Impfung „eher“ für möglich.

Laut der Befragung, die zwischen Ende September und Mitte Oktober durchgeführt wurde, können die Ungeimpften auch kaum noch umgestimmt werden. 89 Prozent der Befragten gaben beispielsweise an, es habe keinerlei Einfluss auf die eigene Impfbereitschaft, wenn die Intensivstationen erneut an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Saskia Hassink

Krankenhausgesellschaft sieht „kritische Situation in der Pandemie“

05:31
28.10.2021
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer wachsenden Auslastung der Intensivstationen gewarnt. „Wir befinden uns in einer kritischen Situation der Pandemie“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß.

Die Zahl der mit einer Covid-Infektion im Krankenhaus versorgten Patienten sei binnen einer Woche deutlich gestiegen. So seien knapp 40 Prozent mehr Patienten auf der Normalstation als noch vor einer Woche. Auf den Intensivstationen seien es 15 Prozent mehr. „Wenn diese Entwicklung anhält, haben wir schon in zwei Wochen wieder 3000 Patienten auf Intensivstation“, warnte Gaß.

„Auch wenn die Krankenhäuser dies leisten können, wird es dann nicht ohne Einschränkung des Regelbetriebs ablaufen können“, sagte der Verbandschef. Dann müssten die Mediziner in den Kliniken wieder planbare, weniger dringliche Behandlungen verschieben.

Saskia Hassink