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Weitere Ärzteverbände mahnen Tempo bei Auffrischungsimpfungen an

18:40
27.10.2021
In der Debatte über Auffrischungsimpfungen hat der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Stephan Hofmeister, die Politik in die Pflicht genommen. „Es kann nicht sein, dass die Politik sich beim Thema Auffrischimpfung herausgezogen hat und sich nicht mehr kümmert“, sagte Hofmeister.

„Dringend nötig wären gezielte Einladungen zu Auffrischimpfungen oder zumindest breit angelegte Medienkampagnen.“ Die Betroffenen müssten klar und dringlich dazu aufgerufen werden, sich impfen zu lassen.

Saskia Hassink

Impfstoff für Kinder: EMA will noch vor Weihnachten entscheiden

17:13
27.10.2021
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will noch möglichst vor Weihnachten entscheiden, ob sie eine Empfehlung für Corona-Impfungen für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausspricht. „Der derzeitige Zeitplan für die Bewertung beträgt ungefähr zwei Monate“, teilte die EMA am Mittwoch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit.

Zuletzt ging die Behörde noch von mehreren Monaten bis zu einer möglichen Zulassung aus. Mitte Oktober hatte die EMA mit der Prüfung des Biontech-Impstoffs für unter Zwölfjährige begonnen. In die Bewertung würden laut EMA auch Daten aus laufenden pädiatrischen Studien von Biontech und Pfizer einfließen. Diese würden noch im November erwartet.

Am Dienstag hatte sich ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Die Empfehlung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet.

Sars-CoV-2 wird in Deutschland derzeit insbesondere bei Kindern und Jugendlichen nachgewiesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei 5- bis 14-Jährigen gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch mit 218,1 an, Tendenz steigend.

dpa

114 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

15:24
27.10.2021
Im Land Bremen gibt es 114 neue Corona-Infektionen - 95 in Bremen und 19 in Bremerhaven. Die Zahl der insgesamt bestätigten Fälle steigt damit auf  35.125 -  28.256 in Bremen und 6.869 in Bremerhaven. Das teilt das Gesundheitsressort mit. 
Die Zahl der aktiven Infektionen steigt in Bremen um 32 auf 709, in Bremerhaven verringert sie sich um 26 auf 384. 
33.509 Menschen im Land gelten als genesen, 27.145 (+63) in Bremen und 6364 (+45) in Bremerhaven. Die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbener bleibt unverändert bei 402 in Bremen und 121 in Bremerhaven. 
Die Inzidenz beträgt in Bremen 66,1 und in Bremerhaven 119,8. 
Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz beträgt in Bremen 1,76, aktuell gilt die Corona-Warnstufe 1, ab Freitag, 29. Oktober, dann die Warnstufe 0. 
In Bremerhaven beträgt diese Inzidenz 6,16, dort gilt weiter die Warnstufe 2.

Michael Rabba

Viele falsch positive Corona-Schnelltests an Hamburgs Schulen

13:53
27.10.2021
Neue Corona-Schnelltests haben nach den Herbstferien an Hamburgs Schulen zu einer Vielzahl von falschen Positivergebnissen geführt. Von rund 200 000 am ersten Schultag durchgeführten Tests seien die Ergebnisse bei 287 Schülerinnen und Schülern sowie sieben Schulbeschäftigten positiv ausgefallen, sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Weniger als ein Drittel dieser Ergebnisse seien später durch einen PCR-Test bestätigt worden, zwei Drittel hingegen nicht. „Es ist davon auszugehen, dass es unter anderem viele Probleme bei der fachgerechten Durchführung gegeben hat.“

Anders als bei den zuvor verwendeten Tests müsse bei dem neuen Test-Kit das Probenröhrchen nach dem Abstrich gut geschüttelt werden. Die Schulen seien deshalb vorab gebeten worden, die Testroutinen nach den Herbstferien aufzufrischen. Zur Unterstützung sei ihnen eine gesonderte Anleitung zur Testdurchführung zur Verfügung gestellt worden.

Inzwischen gehe die Zahl der positiven Schnelltestungen nach ersten Abfragen wieder zurück, sagte Albrecht.

Die schulpolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Birgit Stöver, äußerte Unverständnis. „Es bleibt mir ein Rätsel, warum die Schulbehörde direkt nach den Ferien einen neuen Schnelltest einsetzt, bei dem schon vorab bekannt war, dass er bei einer falschen Handhabung zu falsch positiven Ergebnissen führt.“ Für falsch positiv getestete Schüler bedeute es mindestens zwei Tage Schulausfall, „weil sie sich um einen PCR-Test zur Bestätigung kümmern müssen. Ein mehrfach falsch positives Ergebnis ist dann schon sehr ärgerlich“, sagte sie.

Nach Angaben Albrechts hat nicht die Schulbehörde über den Wechsel des Schnelltest-Herstellers entschieden. Die Tests würden in Hamburg zentral von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz beschafft. „Hierbei werden die Vorgaben für das allgemeine Beschaffungswesen berücksichtigt. Darüber hinaus ist Voraussetzung für die Vergabe eine hohe Sensitivität und Spezifität des Schnelltests.“

dpa