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20211026141138

Hamburgs Bürgermeister für Verlängerung der Notlage bis Jahresende

12:36
26.10.2021
Im Streit um ein Ende der epidemischen Lage in Deutschland hat Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) Kompromisse vorgeschlagen. „Die beste Lösung wäre, die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite noch einmal bis Ende des Jahres zu verlängern“, sagte Tschentscher. Die Regelung wurde vom Bundestag zuletzt immer um drei weitere Monate verlängert.

Wenn die politische Kraft im Bundestag nicht ausreiche, müsse es eine Übergangslösung geben. Laut Tschentscher soll diese den Bundesländern gerichtsfeste Maßnahmen zur Maskenpflicht, zu Abstandsregeln und zu Kontaktbeschränkungen ermöglichen. In Anbetracht der aus saisonalen Gründen stark steigenden Corona-Zahlen sei es wichtig, grundlegende Schutzmaßnahmen aufrechtzuerhalten.

Die „epidemische Lage nationaler Tragweite“ ist die Grundlage für die zentralen Corona-Maßnahmen in Deutschland. Der Bundestag stellte sie erstmals im März 2020 fest. Danach wurde die Corona-Notlage von den Abgeordneten mehrmals verlängert, zuletzt im August. Kürzlich hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dafür ausgesprochen, die Regelung am 25. November automatisch auslaufen zu lassen.

Saskia Hassink

RKI registriert 10.473 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 113,0

10:32
26.10.2021
Der nun schon fast zwei Wochen anhaltende Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland setzt sich fort. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagvormittag (Datenstand: 26.10., 00.00 Uhr) mit 113,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 110,1 gelegen, vor einer Woche bei 75,1. Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 10.473 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6771 gelegen.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 95.245 (Vortag: 95.117). Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 483 203 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Saskia Hassink

EU-Behörde empfiehlt Booster-Impfung mit Moderna-Präparat

09:13
26.10.2021
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Corona-Auffrischungsimpfung mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Moderna ermöglicht. Eine Booster-Impfung mit Spikevax könnte Menschen über 18 Jahren sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis gegeben werden, teilte die Behörde in Amsterdam mit. Bei Erwachsenen, bei denen der Schutz abgenommen hatte, waren die Werte der Antikörper den Experten zufolge durch den Booster gestiegen.

Die Experten der EMA hatten Daten aus Studien des Herstellers geprüft. Eine Auffrischungsimpfung oder ein Booster enthält nach Empfehlung der EMA nur die Hälfte einer gewöhnlichen Impfdosis. Das Risiko möglicher Nebenwirkungen entspreche dem bei der zweiten Dosis des Moderna-Präparates.

Eine Entscheidung über eine Booster-Impfung treffen die nationalen Behörden, wie die EMA betonte. Die Experten hatten zuvor bereits die Auffrischungsimpfung mit dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech ermöglicht.

Saskia Hassink