Letztes Update:
20211020201033

Wieder viele Corona-Infizierte in Schlachtbetrieben

16:12
20.10.2021
In einem Schlacht- und Zerlegebetrieb im Landkreis Cloppenburg hat es erneut einen größeren Corona-Ausbruch gegeben. Wie der niedersächsische Landkreis am Mittwoch mitteilte, wurde in dem Betrieb seit dem 4. Oktober bei insgesamt 65 Menschen aus der Region eine Corona-Infektion nachgewiesen. Die Betroffenen seien sofort nach Bekanntgabe des Testergebnisses unter häusliche Quarantäne gestellt worden. Allein am Mittwoch wurden aus dem Betrieb 13 neue Fälle gemeldet. In einem weiteren Schlacht- und Zerlegebetrieb in Essen wurden fünf Neuinfektionen festgestellt.

Laut Robert Koch-Institut gab es im Landkreis Cloppenburg innerhalb der vergangenen sieben Tage 140,2 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. In dem Landkreis gilt derzeit keine Warnstufe nach dem Niedersächsischen Stufenplan zur Corona-Verordnung, allerdings gelten die Regeln der ersten Stufe aufgrund der derzeitigen 7-Tage-Inzidenz. So gilt bei privaten und öffentlichen Zusammenkünften von mehr als 25 Personen in geschlossenen Räumen die 3G-Regel, bei der ein Nachweis über eine Corona-Schutzimpfung, über eine Genesung oder einen negativen Test vorgelegt werden muss.

Michael Rabba

107 neue Corona-Fälle im Land Bremen

15:16
20.10.2021
Im Land Bremen sind am Mittwoch 107 neue Corona-Fälle gemeldet worden - 78 in der Stadt Bremen, 29 in Bremerhaven. Damit steigt die Zahl der bestätigten Fälle auf insgesamt 34.579 - 27.876 in Bremen, 6703 in Bremerhaven. Das teilte das Gesundheitsressort mit.

Die Zahl der aktiven Infektionen bleibt in Bremen konstant bei 683, in Bremerhaven ist sie um 27 auf 435 gesunken. Im Land Bremen gelten insgesamt 32.954 Menschen (+145) als genesen.

Die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz in Bremen beträgt 2,82, noch bis einschließlich Donnerstag gilt die Corona-Warnstufe Null. In Bremerhaven beträgt die Hospitalisierungsinzidenz 7,93, es gilt die Warnstufe Zwei

Saskia Hassink

Millionenbetrug mit Corona-Tests: Durchsuchungen in Berlin und Dessau

14:27
20.10.2021
Nach einem mutmaßlichen Betrug in Millionenhöhe mit Corona-Tests haben Fahnder Objekte in Berlin, Dessau und Schwarzenberg durchsucht. Dabei seien Geschäftsunterlagen und „beträchtliche Vermögenswerte“ wie Grundstücke und eine fünfstellige Summe Bargeld gesichert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Mittwoch mit. Unter Verdacht ist demnach der Geschäftsführer einer GmbH, die vornehmlich in Berlin-Wedding Corona-Testzentren betrieben habe.

Gemeinsam mit weiteren Beschuldigten soll er für Mai und Juni 2021 Leistungen für Tests rechtswidrig abgerechnet haben. Die Tests soll es entweder gar nicht oder nicht in der abgerechneten Form gegeben haben. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin seien knapp 3,2 Millionen Euro zu Unrecht eingelöst worden. An der Durchsuchung am Mittwoch waren Fahnder aus Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt. Möglicher Betrug mit Tests beschäftigt seit Monaten die Behörden. Verdachtsfälle gab es in mehreren Bundesländern.

dpa