Letztes Update:
20211019144617

Elternvertreter fordern Corona-Impfpflicht für Schulpersonal

12:10
19.10.2021
Elternvertreter und Patientenschützer fordern angesichts steigender Infektionszahlen strengere Corona-Maßnahmen in den Herbst- und Wintermonaten. Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, verlangte eine Impfpflicht für Lehrkräfte. Diese müsste von der Bundesregierung „bundeseinheitlich gesetzlich festgeschrieben werden“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). Die Quarantäne ganzer Klassenverbände oder gar Schulschließungen müssten unbedingt verhindert werden.

Der Verband Bildung und Erziehung hatte Forderungen nach einer Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer schon vor Monaten zurückgewiesen. Gewerkschaftschef Udo Beckmann verwies im Juli darauf, dass die Berufsgruppe mit überwältigender Mehrheit geimpft sei, die Impfquote liege teils bei 90 Prozent. Auch die Bundesregierung lehnt Impfpflichten ab.

Jan-Felix Jasch

RKI erweitert Corona-Datenspende-App

11:02
19.10.2021
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat seine Corona-Datenspende-App überarbeitet und ausgebaut. Mit der Neuauflage der Smartphone-Anwendung können sich Menschen in Deutschland pseudonymisiert an wissenschaftlichen Studien zu den Folgen der Corona-Pandemie beteiligen, wie das RKI am Dienstag in Berlin mitteilte.

Die erste Version der App war im April 2020 vom Robert Koch-Institut veröffentlicht worden. Seit dem Start haben nach Angaben des RKI mehr als 500 000 Menschen ihre Daten von Fitnessarmbändern und Smartwatches über die App zur Verfügung gestellt. Zu den erfassten Informationen gehören zum einen Vitaldaten wie die Pulsfrequenz, aber auch Aktivitätsdaten wie die Zahl der gelaufenen Schritte. Diese Daten werden unter anderem auf mögliche Fiebersymptome analysiert und im deutschlandweiten Fiebermonitor zusammengefasst.

Mit der neuen App-Version können künftig auch Menschen mitmachen, die nicht über ein Fitnessarmband oder eine Smartwatch verfügen. Die Nutzer werden in den Studien gebeten, regelmäßig kurze Fragebögen zu beantworten. Die Teilnahme an den beiden neuen Studien erfolge wie schon bei der initialen Version der Corona-Datenspende komplett freiwillig und pseudonym. Das Robert Koch-Institut habe zu keiner Zeit Kenntnis über Informationen, die einen Rückschluss auf die Identität der App-Nutzer erlauben. Die Anwenderinnen und Anwender könnten in der App individuell entscheiden, ob sie an den neuen Studien teilnehmen möchten.

Jan-Felix Jasch