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Studie: Ungleichheit bei Impfstoff-Zugang - Frauen benachteiligt

19:38
14.10.2021
Das Wissen und der Zugang zu Impfungen gegen das Coronavirus bleiben weltweit offenbar ungleich verteilt. Das geht aus einer Studie vor, die die Hilfsorganisation Care am Donnerstag in Bonn veröffentlichte. In 16 Ländern haben sich Frauen demnach seltener impfen lassen und schätzen die Vakzine als weniger sicher ein. Die Folgen seien verheerend: Etwa im Südsudan seien nur ein Viertel der Geimpften weiblich, 70 Prozent der Corona-Positiven seien Frauen.

Frauen müssten in Aufklärungs- und Impfkampagnen gezielt angesprochen werden, forderte Care-Generalsekretär Karl-Otto Zentel. Fehlende Informationen über Covid-19 gehören laut Studie zu den häufigsten Ursachen für eine niedrige Impfquote unter Frauen. So hätten im Irak nur 30 Prozent der befragten Frauen angegeben, zu wissen, wo sie sich für eine Impfung registrieren könnten. Ein Grund für das mangelnde Vertrauen vieler Frauen in die Impfstoffe sei die Angst vor Unfruchtbarkeit. Andere Befragte hätten erklärt, dass weit entfernte Gesundheitsstationen oder eine nicht erteilte Impferlaubnis durch männliche Verwandte große Hürden für sie darstellten.

KNA

RKI: Teils sehr hohe Corona-Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen

18:57
14.10.2021
Das Robert Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI am Donnerstagabend zu einer Auswertung im neuen Corona-Wochenbericht. Nähere Angaben zu den Landkreisen und deren jeweiligen Zahlen wurden nicht gemacht, auf einer Karte waren Kreise aber entsprechend eingefärbt.

Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche in den Altersgruppen unter 20 Jahren allerdings im Vergleich zur Woche zuvor leicht gesunken, hieß es zusammenfassend. Die Werte bei Menschen über 20 hingegen stiegen leicht an. Das RKI sprach zudem von 636 übermittelten Schulausbrüchen für die vergangenen vier Wochen - wegen möglicher Nachmeldungen seien insbesondere die vergangenen zwei Wochen aber noch nicht zu bewerten.

Bereits seit einiger Zeit werden zahlreiche Corona-Infektionen insbesondere bei Kindern ab dem Schulalter und bei Jugendlichen festgestellt. An Kitas und Schulen wird regelmäßig auf das Virus getestet. Die Covid-19-Impfstoffe sind bislang ab 12 Jahren zugelassen. Die Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen ist noch wesentlich niedriger als bei Erwachsenen. Kinder und Jugendliche erkranken zwar deutlich seltener schwer an Covid-19 als ältere Menschen, es gibt aber noch offene Fragen rund um Langzeitfolgen.

Patrick Reichelt

Lettlands Staatspräsident positiv auf Corona getestet

17:58
14.10.2021
Lettlands Staatspräsident Egils Levits ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Angaben der Präsidialkanzlei in Riga zeige das Staatsoberhaupt des baltischen EU- und Nato-Landes leichte Symptome. Bei Levits war ein Schnelltest am Mittwochabend nach seiner Rückkehr von einem Arbeitsbesuch in Schweden positiv ausgefallen. Ein PCR-Test am Donnerstag bestätigte das Testresultat, sagte eine Sprecherin der Präsidialkanzlei. Levits werde nun von zu Hause arbeiten. Mehrere geplante physischen Termine seien abgesagt worden.

Levits hatte zuvor bereits sein für Donnerstag geplantes Treffen mit dem neuen estnischen Präsidenten Alar Karis verschoben, der zu seinem Antrittsbesuch nach Riga gekommen war. Karis kam auf seiner ersten Auslandsreise als estnisches Staatsoberhaupt stattdessen mit Parlamentspräsidentin Inara Murniece zusammen.

Auch das Programm auf Karis' zweiter Reisestation änderte sich wegen der Corona-Infektion von Levits: Sein finnischer Amtskollege Sauli Niinistö verschob das in Helsinki vorgesehene Treffen, weil er sich vorsorglich in Selbstisolation begeben hat. Niinistö hatte am Mittwoch in Schweden an einem internationalen Forum zum Gedenken an den Holocaust in Malmö teilgenommen. Er war dabei nach Angaben der finnischen Präsdialkanzlei mit Levits zum Frühstück zusammengekommen.

Michael Rabba