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20211008170243

Estland und Lettland neue Corona-Hochrisikogebiete

12:05
08.10.2021
Die Bundesregierung stuft Estland, Lettland und die Ukraine von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete ein. Auch Brunei Darussalam und Jemen fallen dann unter diese Kategorie, wie das Robert-Koch-Institut am Freitag mitteilte.

Zugleich werden eine ganze Reihe von Staaten und Regionen nicht mehr so eingestuft: Aserbaidschan, die französischen Überseegebiete Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy und St. Martin sowie Indonesien, Kasachstan, Kolumbien und in Norwegen die Provinzen Oslo und Viken. Damit entfallen alle Quarantäneregeln für Einreisende aus dieser Region.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Patrick Reichelt

KMK-Präsidentin: Maskenpflicht und Tests werden noch an Schulen gebraucht

09:58
08.10.2021
Die Corona-Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Tests an Schulen sind nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), weiterhin notwendig. „Die Entscheidung ist nicht, jetzt von einem Tag auf den anderen alle Schutzkonzepte fallenzulassen“, sagte die Brandenburger Bildungsministerin am Freitag nach zweitägigen Beratungen der Kultusministerinnen und Kultusminister in Potsdam. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfehle, an den Masken festzuhalten - anders als die Kinder- und Jugendärzte. „Ich hoffe sehr, dass wir irgendwann diese Maßnahmen nicht mehr brauchen.“ Das sei aus ihrer Sicht spätestens irgendwann im nächsten Jahr der Fall.

Die KMK-Präsidentin zeigte sich nicht überrascht, dass es seit August nach Beobachtung des RKI wieder vermehrt Corona-Ausbrüche vor allem an Schulen gegeben hat. „Wir wussten, dass die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu den Erwachsenen höher sein werden, weil wir eine spätere Impfempfehlung haben beziehungsweise für die unter zwölfjährigen Kinder gar keine Impfempfehlung und auch keinen Impfstoff.“

Mit Blick auf das unterschiedliche Vorgehen der Länder zu Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen verwies Ernst auf ungleiche Corona-Infektionslagen in den Ländern und auf die Frage der Akzeptanz vor Ort. „Wir sind in einem Korridor der Lockerungsschritte“, sagte die Ministerin. „Aber wir sind in der gleichen Bewegung.“

dpa