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20211007152227

Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen

13:09
07.10.2021
Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Man wolle eine Anlage zur Produktion von Arzneimitteln bauen, in der jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden können, teilte Moderna am Donnerstag mit. Die US-amerikanische Firma wolle 500 Millionen Dollar (432 Millionen Euro) in die Anlage investieren. Der Standort sei noch nicht ausgewählt.

Im August hatte der deutsche Impfstoffhersteller Biontech angekündigt, man werde Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe in Afrika herstellen und prüfe dazu den Aufbau nachhaltiger Produktionsmöglichkeiten in Ruanda und Senegal. Ende 2022 sollen klinische Studien für die mRNA-Impfstoffe beginnen. Auch in Südafrika soll nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mithilfe eines Konsortiums ein Zentrum zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen entstehen. In dem Land am Südzipfel des Kontinents sollen Corona-Impfstoffe innerhalb von neun bis zwölf Monaten produziert werden. Bislang importiert Afrika den Großteil aller Impfstoffe.

Saskia Hassink

Maskengegnerin bedroht Tankstellen-Mitarbeiterin

11:50
07.10.2021
Eine 56-Jährige ohne Mundschutz soll in Mülheim eine Tankstelleninhaberin mit dem Tode bedroht haben, weil diese sie auf die Maskenpflicht aufmerksam gemacht hatte. Die Maskengegnerin habe angekündigt, eine Waffe zu holen und alle Anwesenden zu erschießen, teilte die Essener Polizei am Donnerstag mit. Sie sei von alarmierten Beamten in der Nähe der Tankstelle in Gewahrsam genommen worden. Eine Waffe habe sie nicht dabei gehabt. Die Frau machte laut Polizei bei dem Vorfall vom Mittwoch einen „sehr verwirrten Eindruck“. Sie sei in eine Klinik gebracht worden.

Die Polizei nehme nach der tödlichen Attacke auf einen Tankstellen-Mitarbeiter in Idar-Oberstein Mitte September Drohungen im Streit um die Maskenpflicht sehr ernst, sagte ein Sprecher. Wer bedroht werde, solle sofort den Notruf wählen.

dpa