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20211003135525

Rumänien und Litauen ab Sonntag Corona-Hochrisikogebiete

13:15
03.10.2021
Die EU-Länder Rumänien und Litauen gelten von Sonntag an als Corona-Hochrisikogebiete. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von dort einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher ist Slowenien der einzige Mitgliedstaat der Europäischen Union, der vollständig als Hochrisikogebiet eingestuft ist.

Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste. Neben Rumänien und Litauen kommen am Sonntag auch Belarus und El Salvador in Lateinamerika hinzu, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitgeteilt hatte. Gestrichen wird lediglich Mosambik in Südostafrika.

Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft. Dafür sind aber nicht nur die Infektionszahlen ausschlaggebend. Andere Kriterien sind das Tempo der Ausbreitung des Virus, die Belastung des Gesundheitssystems oder auch fehlende Daten über die Corona-Lage.

Patrick Reichelt

Amtsärzte klagen über Personalmangel in Gesundheitsämtern

12:15
03.10.2021
 Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, hat sich über anhaltende personelle Engpässe in der Corona-Krise in den Gesundheitsämtern beklagt. Es gebe nach wie vor Personalmangel, sagte Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „In den ersten drei Wellen hatten wir befristet Beschäftigte, die jetzt nicht mehr da sind.“ Zudem habe auch die Bundeswehr zeitweise ausgeholfen. „Aber es kann nicht sein, dass es nach wie vor keine Lösungskonzepte gibt und die Gesundheitsämter in der Pandemie jedes Mal die Bundeswehr rufen müssen, wenn es eng wird.“

Zur Verbesserung der Kontaktnachverfolgung sprach sich Teichert zudem dafür aus, dass die Gesundheitsbehörden den Corona-Impfstatus von
positiv getesteten Personen mitgeteilt bekommen. „Dann könnten sich die Behörden zunächst auf diejenigen konzentrieren, die ungeimpft sind. Sie sind ja bei den Ansteckungen eine größere Gefahr für andere. Ein solches Vorgehen würde den Ämtern die Nachverfolgung erheblich erleichtern.“

Patrick Reichelt

Corona-Infektionsgeschehen in Niedersachsen leicht rückläufig

10:56
03.10.2021
Die Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in niedersächsischen Krankenhäusern ist weiter leicht gesunken. Der sogenannte Hospitalisierungswert lag am Sonntag bei 2,0 - nach 2,1 am Samstag, wie das Land auf seiner Corona-Internetseite mitteilte. So viele Menschen pro 100 000 Einwohner kamen in den jeweils zurückliegenden sieben Tagen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung in eine Klinik. Die Zahl gilt als neuer Leitindikator, also als wichtigster Faktor zur Bewertung der Corona-Situation in Niedersachsen.

Das Infektionsgeschehen schwächte sich ebenfalls im Vergleich zum Vortag ab: Für Sonntag gab das Robert Koch-Institut (RKI) eine Sieben-Tage-Inzidenz von 45,4 für Niedersachsen an. Am Samstag waren es noch 47,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche gewesen. Auf den Intensivstationen waren 4,0 Prozent der zur Verfügung stehenden Betten mit Covid-19-Patientinnen und -Patienten belegt, 0,2 Prozentpunkte weniger als einen Tag zuvor.

Eine Corona-Warnstufe wird in Niedersachsen erreicht, wenn der Hospitalisierungswert (Krankenhausaufnahmen) und mindestens einer der beiden anderen Indikatoren (Neuinfizierte, Intensivbetten) die in der Verordnung definierten Schwellenwerte überschreiten. Die Warnstufen werden teils vom Land und teils von den Landkreisen beziehungsweise kreisfreien Städten ausgerufen. Voraussetzung ist, dass die entsprechenden Schwellenwerte fünf Tage hintereinander überschritten wurden.

Patrick Reichelt