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Bericht: DRK soll Gehälter in Impfzentrum zu hoch abgerechnet haben

16:56
01.10.2021
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) soll laut einem „Spiegel“-Bericht im Impfzentrum Friesland zu hohe Gehälter abgerechnet haben. Wie das Nachrichtenmagazin am Freitag berichtete, soll der DRK-Kreisverband Jeverland, der das Impfzentrum in Schortens bis Ende August betrieb, mehr als 50 000 Euro im Monat an Lohnkosten vom Kreis Friesland eingenommen haben, die nicht an die Angestellten ausbezahlt wurden.

Demnach vereinbarte das DRK mit dem Landkreis Friesland einen Stundenlohn, der bis zu drei Mal so hoch war wie die tatsächlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlten Gehälter. Der DRK-Kreisverband reagierte auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zunächst nicht.

Der „Spiegel“ bezieht sich in dem Bericht etwa auf die Gehaltsabrechnung einer Verwaltungsangestellten, die im Juli 2152 Euro brutto verdiente. Nach Abzug der Nebenkosten blieben ihr demnach 1502 Euro. Laut dem Bericht stellte das DRK dem Landkreis für die Angestellte jedoch 6566 Euro in Rechnung. Angestellte wie examinierte Krankenschwestern und Arzthelferinnen, die auch impfen dürfen, seien demnach mit 8294 Euro noch höher abgerechnet worden. Auf der Gehaltsabrechnung einer Arzthelferin wurde laut „Spiegel“ ein Bruttolohn von 3000 Euro ausgewiesen, ausgezahlt bekam sie jedoch lediglich rund 2000 Euro Nettolohn.

Jan-Felix Jasch

Merck: Corona-Mittel halbiert Risiko für sehr schwere Verläufe

16:22
01.10.2021
 Ein neues Corona-Medikament des US-Pharmakonzerns Merck reduziert bei Risiko-Patienten einer klinischen Studie zufolge deutlich die Wahrscheinlichkeit sehr schwerer Verläufe. Man wolle sich so schnell wie möglich um den Einsatz in den USA bemühen und auch entsprechende Anträge bei Behörden weltweit stellen, teilte der auch unter dem Namen MSD bekannte Konzern am Freitag mit. Die Arznei wird als Pille verabreicht.

Der US-Gesundheitsexperte Anthony Fauci sprach mit Blick auf die Wirksamkeit von „sehr guten Nachrichten“. Der Berater des US-Präsidenten Joe Biden kündigte an, die US-Arzneimittelbehörde FDA werden die „beeindruckenden“ Daten der Studie so schnell wie möglich prüfen.

Der Corona-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zientz, sagte, die Regierung habe für den Fall einer Zulassung bereits einen Vertrag über die Lieferung von 1,7 Millionen Dosen geschlossen. Zientz sagte, das Medikament könne „ein potenzielles zusätzliches Werkzeug in unserem Werkzeugkasten“ sein, um vor den schlimmsten Folgen einer Coronavirus-Erkrankung zu schützen. Das bei weitem beste Mittel im Kampf gegen die Pandemie seien aber Impfungen.

Jan-Felix Jasch

Tausende Ungeimpfte könnten Jobs in englischen Pflegeheimen verlieren

14:28
01.10.2021
In englischen Pflegenheimen könnten einer Analyse zufolge bald Zehntausende Beschäftigte ihren Job verlieren, weil sie nicht vollständig gegen Corona geimpft sind. Der Auswertung des Nachrichtenportals „National World“ auf Basis von Daten des englischen Gesundheitsdienstes NHS zufolge könnte England wegen neuer Vorgaben mehr als 40 000 Pflegekräfte verlieren.

Vom 11. November an müssen Beschäftigte in Pflegeheimen vollständig gegen Covid-19 geimpft sein, um ihre Tätigkeit weiter ausführen zu dürfen. Wie auch in Deutschland gibt es jedoch eine Minderheit, die sich trotz rechtzeitiger Ankündigung der Regeln durch die Regierung bislang nicht hat impfen lassen. Die Analyse bezieht sich auf Pflegekräfte, die bis Mitte September noch nicht ihre erste Impfdosis erhalten hatten und somit nicht mehr ausreichend Zeit haben, um bis Mitte November vollständig geimpft zu sein. In Großbritannien wird die zweite Impfdosis acht Wochen nach der ersten verabreicht.

Das britische Gesundheitsministerium teilte auf Anfrage mit, man arbeite eng mit den lokalen Behörden und Betreibern der Pflegeheime zusammen, um sicherzustellen, dass ausreichend qualifizierte Pflegekräfte im Einsatz seien. Schon jetzt gibt es in Großbritannien jedoch wie auch in Deutschland einen großen Personalmangel in der Pflegebranche.

Patrick Reichelt