Letztes Update:
20210924132042

Ministerin fordert mehr Impfbereitschaft in Pflegeberufen

12:41
24.09.2021
Nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) haben sich bislang zu wenig Beschäftigte in Pflegeberufen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Impfquote unter den Beschäftigten in der Pflege variiere sehr stark, sagte Behrens am Freitag in Hannover. „Insgesamt sind die Impfquoten gerade für diesen so sensiblen Bereich aber noch zu niedrig.“ Sie appellierte, sich impfen zu lassen.

Von Oktober an würde in den Landkreisen und kreisfreien Städten flächendeckend mit den Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen begonnen. Dies biete dann allen Beschäftigten, die bisher noch nicht geimpft sind, noch einmal die Möglichkeit, die Corona-Schutzimpfungen nachzuholen.

Umfragen ergeben ein unterschiedliches Bild zu den Impfquoten in diesen Berufen. Laut Ministerium habe eine Online-Umfrage des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) zwischen dem 6. und 10. September ergeben, dass im Durchschnitt 65,5 aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niedersachsen erstgeimpft waren, 86 Prozent davon zweifach. An der Umfrage nahmen demnach landesweit 373 Einrichtungen aus verschiedenen Bereichen, etwa der ambulanten oder vollstationären Pflege, teil.

Jean-Pierre Fellmer

Bundesregierung streicht Côte d'Azur von Corona-Risikoliste

11:30
24.09.2021
Frankreich wird ab Sonntag mit Ausnahme einiger Überseegebiete von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. Als letzte französische Region in Europa wird dann das bei Touristen beliebte Gebiet Provence-Alpes-Côte d'Azur von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Damit entfallen alle Quarantäneregeln für Einreisende aus dieser Region.

Das EU-Land Slowenien wird dagegen neu als Hochrisikogebiet eingestuft. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und von dort einreist, muss ab Sonntag für zehn Tage in Quarantäne. Eine Befreiung ist erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test möglich. Slowenien hat derzeit die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union und richtet Anfang Oktober einen Westbalkangipfel aus, an dem auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnehmen soll. Das kleine Balkanland wird ab Sonntag das einzige EU-Mitglied sein, das ganz als Hochrisikogebiet eingestuft ist.

Weitere neue Hochrisikogebiete sind Äthiopien und Burundi in Afrika sowie St. Vincent und die Grenadinen in der Karibik. Von der Risikoliste gestrichen werden auch Japan und das westafrikanische Senegal.

Saskia Hassink