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20210908202531

150 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

15:23
08.09.2021
Im Land Bremen gibt es 150 neue Corona-Infektionen und damit jetzt  30.447 insgesamt bestätigte Fälle. Die Zahl der aktiven Infektionen ist um 33 auf 1.480 gestiegen. 28.472 (+117) Menschen gelten als genesen, die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbener ist mit 495 unverändert geblieben, teilt das Gesundheitsressort am Mittwoch mit. 
Auf Bremerhaven entfallen davon 446 (+9) aktive Infektionen, 5.269 (+34) insgesamt bestätigte Fälle, 4.716 (+25) Genesene und 107 (+0) Verstorbene. 
Der Inzidenzwert in Bremen beträgt aktuell 101,6 und in Bremerhaven 223,5.

Michael Rabba

Intensivmediziner: Große Sorge vor Corona-Situation im Herbst

13:59
08.09.2021
Die Intensivmedizinervereinigung Divi blickt mit Sorge auf die Corona-Lage im Herbst. „Die Situation ist jetzt gut beherrschbar, aber wir bereiten uns auf eine größere vierte Welle vor“, sagte der Hamburger Intensivmediziner und Divi-Präsidiumsmitglied Stefan Kluge am Mittwoch in Weimar. Mit Blick auf den Herbst sei klar, dass es zu einem Anstieg der Infektionszahlen und Intensivpatienten kommen werde. „Wir sind in hoher Sorge.“ Der Impffortschritt stocke und im Vergleich zu anderen Ländern gebe es in Deutschland auch wenige Genesene.

Kluge warnte, dass auch Jüngere, die sich nun vermehrt anstecken, schwere erkranken könnten. Auf der Intensivstation seien deren Verläufe ähnlich wie die bei älteren Patienten. „Die Jüngeren überleben halt länger.“ Es gebe Patienten, die teils über Monate an der künstlichen Lunge hingen - dadurch verschiebe sich teils das Sterbedatum nach hinten.

Aktuell seien 1348 Intensivpatienten mit Covid-19 im Divi-Register verzeichnet und damit 25 mehr als am Vortag, sagte Kluge. Das sei weniger als zum Höhepunkt der Covid-Pandemie mit mehr als 5000 Patienten. Aber: „Alle Modellierer und Modelle zeigen, dass die Zahl der Covid-19-Patienten ansteigen wird.“ Sorge mache ihm auch, dass rund 20 Prozent der Über-70-Jährigen noch ungeimpft seien.

In Weimar kamen am Mittwoch Hunderte Wissenschaftler und Mediziner aus aller Welt zu einem dreitägigen Sepsis-Kongress zusammen, um über Behandlungsmethoden zu Covid-19 zu diskutieren. Schwere Covid-19 Verläufe seien per Definition auch eine Sepsis, sagte der Generalsekretär der Deutschen Sepsisgesellschaft, Frank Brunkhorst, vorab. Ungewöhnlich sei, dass bei Corona ein Virus die Sepsis - die im Volksmund auch Blutvergiftung genannt wird - auslöse. Das erfordere auch andere Behandlungsmethoden.

Michael Rabba