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Kapitel

Donnerstag, 2. September

Das war am Donnerstag, 2. September, wichtig

20:00
03.09.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Die Gesundheitsämter im Land Bremen haben 118 neue Infektionen gemeldet (Stand: Donnerstag, 15.30 Uhr Änderungen zum Vortag). In der Stadtgemeinde Bremen haben sich demnach 82 Menschen infiziert (Inzidenz: 81,9). In Bremerhaven gibt es 36 weitere Infektionen (Inzidenz: 197,1). Kein Mensch ist an oder mit Covid-19 im Vergleich zum Vortag gestorben.
  • Niedersachsens Schülerinnen und Schüler starten nach den Sommerferien an diesem Donnerstag ins neue Schuljahr. Sie müssen sich auf tägliche Corona-Tests und eine Maskenpflicht im Unterricht einstellen. Beginnen soll das Schuljahr aber überall im Regelbetrieb („Szenario A“). Ziel sei es, so viel Normalität in der Schule zu bieten wie möglich, hatte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) kurz vor Schulbeginn gesagt.
Deutschland und die Welt:
  • Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat kritisiert, dass viele Bundesländer auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) mit Corona-Auffrischungsimpfungen begonnen haben. 
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz ist wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen lag sie bei 76,9 - am Vortag lag der Wert bei 75,7. Vor einer Woche betrug er 66,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.715 Corona-Neuinfektionen. 
  • Kassenärzte-Chef Andreas Gassen rechnet mit einem Ende der Corona-Pandemie in einem halben bis Dreivierteljahr. „Ich gehe davon aus, dass im Frühjahr 2022 Schluss sein wird mit Corona“, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Donnerstag). 
  • Kinder- und Jugendmediziner und andere Experten haben in einem offenen Brief das Ende von anlasslosen Corona-Tests in Schulen und eine „Vermeidung überzogener und unverhältnismäßiger Quarantäneregeln“ gefordert. 

Jan-Felix Jasch

RKI-Bericht: Impfquoten steigen kaum noch

19:08
02.09.2021
In Deutschland macht sich in der Corona-Pandemie zusehends Impfmüdigkeit breit. Der Anteil der vollständig immunisierten Bundesbürger sei mit rund 61 Prozent im Vergleich zur Vorwoche (59 Prozent) weiterhin nur langsam gestiegen, heißt es im jüngsten Wochenbericht der Robert Koch-Instituts vom Donnerstagabend. Von Ende Juli bis Ende August legte die Impfquote lediglich um rund 10 Prozent zu.

Insgesamt kommt sie damit am Ende des Hochsommers nicht an die Werte heran, die das RKI im Juli für wünschenswert erachtete. Nach der damals entworfenen Modellierung müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, damit eine ausgeprägte vierte Welle mit vollen Intensivstationen im Herbst und Winter unwahrscheinlich wird.

Für den Charité-Virologen Christian Drosten reichen die derzeitigen Impfraten nicht aus. „Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen“, sagte er am Donnerstag dem Deutschlandfunk. Generell könne man sich aus der Pandemie aber herausimpfen.

Regional klaffen die Impfquoten in Deutschland weit auseinander. Die Spanne reichte Anfang September bei vollständig geimpften Menschen von 52 Prozent in Sachsen bis zu 71 Prozent in Bremen, heißt es im Bericht.

Bastian Angenendt