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Spahn: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

16:33
25.08.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut zu Corona-Impfungen aufgerufen und die vorgesehene Verlängerung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ verteidigt. „Die Pandemie ist leider noch nicht vorbei“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Es gehe darum, dass die Länder und Behörden vor Ort eine Rechtsgrundlage für Maßnahmen wie Maskentragen in Bussen und Bahnen bräuchten, so lange es noch eine so hohe Zahl Ungeimpfter gebe. Ziel bleibe auch angesichts der ansteckenderen Virusvariante, eine Überlastung des Gesundheitswesens im Herbst zu vermeiden.

Spahn sagte: „Wir erleben im Moment eine Pandemie der Ungeimpften.“ Um sicher durch die vierte Corona-Welle zu kommen, brauche es noch eine höhere Impfquote. Er rief erneut dazu auf, Angebote anzunehmen. „Bitte machen Sie mit.“ Ob man sich impfen lasse oder nicht, sei eine persönliche, freie Entscheidung. Wer sich impfen lasse, schütze sich selbst - aber eben auch diejenigen, die sich nicht impfen lassen könnten wie Kinder unter zwölf Jahren.

Inzidenzwert in Bremen steigt auf 60,9

14:44
25.08.2021
Die Gesundheitsämter im Land Bremen haben 111 neue Corona-Infektionen gemeldet, wie am Mittwochnachmittag auf der Webseite der Gesundheitsbehörde mitgeteilt wurde. 87 davon entfallen auf die Stadt Bremen, 24 auf Bremerhaven. Zuletzt hatte es vor dreieinhalb Monaten mehr als 100 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gegeben.

Neue Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gab es im Land Bremen am Mittwoch nicht. Die Inzidenz in der Stadt Bremen stieg auf 60,9, am Dienstag lag sie noch bei 56,3. In Bremerhaven beträgt der Inzidenzwert 85,4, am Tag zuvor wurde er mit 75,7 angegeben. Aktuell müssen laut Gesundheitsbehörde im Land Bremen 40 Covid-Erkrankte stationär im Krankenhaus versorgt werden. Sechs davon liegen auf der Intensivstation, zwei werden beatmet.

Azubi-Umfrage: Urlaub und Vergütung während Corona gekürzt

14:38
25.08.2021
Die Corona-Krise hat laut einer Umfrage unter Auszubildenden auch in der Berufsausbildung deutliche Spuren hinterlassen und sogar zu Kürzungen bei Urlaub und Ausbildungsvergütung geführt. Fast 60 Prozent absolvierten zumindest Teile ihrer Ausbildung im Homeoffice, wie die am Mittwoch vorgelegte „Corona-Ausbildungsstudie“ der Nachwuchsorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB-Jugend) zeigt.

Mehr als die Hälfte der Befragten gab dem Homeschooling, von dem fast alle betroffen waren (95 Prozent), keine guten Noten: 34 Prozent nannten den Unterricht „befriedigend“, knapp 12 Prozent „ausreichend“ und 7 Prozent „mangelhaft“. Fast ein Drittel der Befragten, die ihre Ausbildung vor Corona begonnen hatten, gab an, die fachliche Qualität des Berufsschulunterrichts habe sich seit Beginn der Pandemie verschlechtert. Und mehr als ein Drittel der Befragten befürchtet, die Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können, weil Ausbildungsinhalte nicht vermittelt wurden.

Scharfe Kritik übte der DGB daran, dass einige Arbeitgeber nach Angaben der Befragten Urlaubstage und Ausbildungsvergütung gekürzt haben. Die Arbeitgeber stünden auch in der Corona-Krise in der Pflicht, für eine gute Ausbildungsqualität zu sorgen und geltende Gesetze einzuhalten, sagte DGB-Jugendreferent Joscha Wagner. „Um das zu gewährleisten brauchen wir mehr effektive und regelmäßige Kontrollen in den Ausbildungsbetrieben, sonst geht es immer stärker zulasten der Auszubildenden“.

Etwa einem Viertel (24,3 Prozent) der Befragten wurde der Studie zufolge die Ausbildungsvergütung gekürzt. Fast jeder fünfte Auszubildende (18,7 Prozent) habe angegeben, dass ihr oder ihm seit Beginn der Corona-Pandemie mindestens einmal der Urlaub gekürzt worden sei, obwohl das nicht erlaubt sei, hieß es vom DGB.