Letztes Update:
20210819195917

Stiko-Begründung für Kinderimpfungen zielt auch auf soziale Teilhabe

18:57
19.08.2021
Die Ständige Impfkommission hat bei ihrer Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren in der Pandemie auch deren Teilnahme am gesellschaftlichen Leben mit im Blick. Neben der Verhinderung von Erkrankungen und Klinikeinweisungen gehe es auch darum, Einschränkungen der sozialen und kulturellen
Teilhabe von Kindern und Jugendlichen abzumildern, heißt es in der wissenschaftlichen Begründung der Kommission, die am Donnerstag im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlicht wurde. Auch die psychosozialen Folgen der Pandemie, insbesondere von Isolationsmaßnahmen, seien in dieser Altersgruppe unabhängig von individuellen Infektionen erheblich. Die Impfempfehlung ist bereits seit Montag bekannt, die ausführliche Begründung fehlte aber noch.

Die Kommission rät nun für alle 12– bis 17-Jährigen zur Impfung mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs der Hersteller Biontech/Pfizer oder Moderna im Abstand von drei bis sechs beziehungsweise vier bis sechs Wochen. Beide Impfstoffe seien grundsätzlich sehr wirksam und nach den bisher vorliegenden Daten sicher, heißt es. Zu Biontech-Pfizer lägen dabei in diesem Zusammenhang bereits deutlich mehr Daten vor.

Patrick Reichelt

Aktienmarkt schwächer - Sorgen um Geldpolitik und Corona-Folgen

17:48
19.08.2021
Der Leitindex Dax büßte 1,25 Prozent auf 15 765,81 Punkte ein. Er fiel vorübergehend auf das Niveau von Anfang August zurück - dem Zeitpunkt vor der Rally, die den Leitindex vergangenen Freitag erstmals über 16 000 Punkte getrieben hatte. Der MDax, der am Vortag noch auf ein Rekordhoch über 36 000 Punkte geklettert war, gab nun um 1,12 Prozent auf 35 608,90 Zähler nach.

Investoren haben Sorgen wegen einer möglicherweise noch in diesem Jahr anstehenden geldpolitischen Straffung durch die US-Notenbank Fed. Auch wächst die Verunsicherung angesichts der grassierenden Delta-Variante des Coronavirus, die fortgesetzte Lieferengpässe im weltweiten Handel zur Folge hat.

„Die US-Notenbank ist einem geldpolitischen Kurswechsel näher als bislang erwartet“, kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung. „Noch sind die Geldschleusen zwar weit geöffnet, aber sollte sich der US-Arbeitsmarkt weiter erholen, dürften die konjunkturstützenden Anleihekäufe zeitnah reduziert werden.“

Patrick Reichelt