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20210817183717

Neue Corona-Verordnung wird im Gesundheitsausschuss besprochen

18:02
17.08.2021
 Die Änderung der Corona-Verordnung für Niedersachsen ist am Mittwoch (10.15 Uhr) Thema im Sozialausschuss des Landtags. Niedersachsen hatte nach der jüngsten Bund-Länder-Schalte zur Corona-Pandemie angekündigt, sich vom Stufenplan verabschieden zu wollen. Angedacht seien nun Warnstufen, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Details dazu sollten im Ausschuss genannt werden. Auch ein neuer Bewertungsmaßstab soll eingeführt werden, der die Sieben-Tage-Inzidenz mit anderen Parametern - etwa der Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern - in Relation setzt.

Die neue Corona-Verordnung soll am 25. Augustin Kraft treten. 3G - also Teilnahme nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete - wird laut Pörksen in der zukünftigen Strategie der Landesregierung eine entscheidende Rolle spielen.

Patrick Reichelt

Innenministerium lässt Luca-App nicht durch das BSI überprüfen

17:16
17.08.2021
Das Bundesinnenministerium wird die umstrittene Luca-App zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht umfassend durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untersuchen lassen. Zuvor habe das Land Hessen das BSI gebeten, eine umfassende Quellcode-Prüfung der Luca-Anwendung vorzunehmen, teilte das Ministerium auf Anfrage mit und bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. „Der Bitte wurde nicht entsprochen“, erklärte ein Ministeriumssprecher.

Hessen hatte eine Prüfung des „Gesamtsystems inklusive aller Komponenten der dahinter stehenden IT-Infrastruktur“ angefragt, zitiert der „Spiegel“ einen Sprecher des hessischen Innenministeriums.

Die Luca-App will die Zettelwirtschaft ersetzen, die bei einer analogen Erfassung der Besuche von Restaurants, Ausstellungen und anderen Events entsteht. Der Hersteller konnte unter anderen den Rapper Smudo von den Fantastischen Vier als Fürsprecher gewinnen. In den vergangenen Wochen und Monaten mussten die Macher der App immer wieder Schwachstellen schließen, die Datenschützer und Aktivisten des Chaos Computer Clubs entdeckt hatten. Manche Datenschützer wie die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk stören sich an dem Konzept, die erfassten Daten zentral zu speichern. Die Hersteller der App verweisen auf einen wirksamen Schutz durch Verschlüsselungstechnik. Die Luca-App kommt in 13 Bundesländern zum Einsatz. Nur Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben keinen Vertrag mit dem Luca-Hersteller.

Patrick Reichelt

Neuseeland geht wegen eines Corona-Falls in landesweiten Lockdown

16:21
17.08.2021
Neuseeland hat nach der Entdeckung eines Corona-Falls in der Stadt Auckland einen landesweiten Lockdown verhängt. Das teilte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Dienstag mit. „Wir haben die schrecklichen Folgen gesehen, wenn man zu lange zum Handeln braucht“, sagte Ardern zu den strengen Maßnahmen. Seit 23.59 Uhr (Ortszeit) dürfen Bürger für mindestens drei Tage nur noch unter bestimmten Bedingungen das Haus verlassen, etwa zur medizinischen Versorgung oder um im Supermarkt einzukaufen. Schulen und viele Geschäfte bleiben in der Zeit geschlossen.

Behördenangaben zufolge handelte es sich um den ersten bekannten lokalen Corona-Fall seit Ende Februar. Infektionen seien seitdem bis zu diesem Fall nur noch an der Grenze nachgewiesen worden. Ardern zufolge wird eine Gen-Sequenzierung des Coronavirus durchgeführt. Es sei anzunehmen, dass es sich um die Delta-Variante handele. „Wir wissen, dass Delta ein gefährlicherer Feind ist“, sagte Ardern. Die Maßnahmen vom vergangenen Jahr könnten nun erneut Wirkung zeigen.

Der Inselstaat im Südpazifik hatte sich im März 2020 weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Nur noch neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz im Land durften einreisen. Im April hatte die Regierung einen Reisekorridor mit dem Nachbarland Australien eröffnet, der aber Ende Juli wegen einer Corona-Welle in Down Under wieder geschlossen wurde.

Das Land mit fünf Millionen Einwohnern gilt weltweit als Vorzeigestaat im Kampf gegen die Pandemie. Bislang wurden nur rund 2900 Infektionen bestätigt, 26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Patrick Reichelt