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Salzburger Festspielarzt: Junge Sänger leiden in der Pandemie

05:23
17.08.2021
Die Pandemie belastet laut dem langjährigen Hausarzt der Salzburger Festspiele besonders junge Sängerinnen und Sänger. Die Sorge um Engagements in Zeiten von Corona schlage sich auf Psyche und Stimme von angehenden Künstlern, sagte Josef Schlömicher-Thier am Rande des berühmten Opern- und Theaterfestivals. „Ich merke schon, dass bei dieser Ebene der Sänger Depression eingetreten ist.“

Die psychosomatischen Probleme beträfen jedoch nicht die Stars, die in Salzburg auftreten, sagte der HNO-Arzt. „Die Leute, die hier singen, sind alles trainierte, mental starke Sänger, die diese Aussiebung längst überstanden haben.“ In Salzburg stehen in diesen Wochen unter anderem Anna Netrebko, Cecilia Bartoli und Elīna Garanča auf der Bühne. Berühmte und weniger berühmte Stimmen haben jedoch alle mit dem Phänomen Maske zu kämpfen: Sie trockne den Mund aus, meinte der HNO-Arzt.

Laut Schlömicher-Thier sind in der vorigen und laufenden Festspiel-Saison weniger Stimmerkrankungen zu beobachten als sonst, weil Sängerinnen und Sänger nach der Pandemie-Pause in der Kulturbranche ausgeruhter in der Mozartstadt ankommen. Manche sind jedoch nicht ganz fit: „Man kann natürlich beobachten, dass der eine oder andere Sänger zu spät auf Touren kommt, weil er noch nicht genug gesungen hat und dann von null auf 100 einsteigt.“

Jan-Felix Jasch

RKI registriert 3912 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 37,4

04:25
17.08.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagmorgen lag sie bei 37,4 - am Vortag hatte der Wert 36,2 betragen, vor einer Woche 23,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3912 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2480 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Jan-Felix Jasch