Letztes Update:
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Corona fordert immer mehr Tote im Iran

14:45
16.08.2021
 Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag. Im selben Zeitraum wurden über 41 000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf mehr als 98 000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

Als Reaktion auf die vielen Toten in Verbindung mit Corona hat die iranische Regierung ab Montag erneut einen landesweiten Lockdown verhängt. Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher nur schleppend voran. Bislang wurden nur fünf Prozent der Iraner doppelt geimpft.

Patrick Reichelt

Weil erhofft sich neuen Schwung nach Empfehlung der Impfkommission

13:57
16.08.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erhofft sich zusätzlichen Schwung bei den Corona-Impfungen, nachdem die Ständige Impfkommission die Impfung für alle Kinder ab zwölf Jahren empfohlen hat. Die klare Empfehlung, dass der Nutzen der Impfung die Risiken überwiege, „dürfte vielen Eltern sowie den betroffenen Kindern und Jugendlichen die Entscheidung für eine Impfung deutlich erleichtern“, sagte der SPD-Politiker am Montag in Hannover. Niedersachsen biete seit mehreren Wochen Impfungen ab zwölf Jahren an, seit die Europäische Arzneimittelbehörde dies zugelassen habe.

Mehr als 30 Prozent der 12- bis 17-jährigen im Land seien bereits mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft – damit belege Niedersachsen gemeinsam mit Schleswig-Holstein einen bundesweiten Spitzenplatz, sagte Weil. „Impfen ist und bleibt der bestmögliche Schutz gegen das Coronavirus, vor allem in Hinblick auf die mittlerweile dominierende hochansteckende Delta-Variante.“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte zuvor mitgeteilt, „dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen“. Der offizielle Empfehlungstext lag zunächst noch nicht vor. Die Stiko empfahl Impfungen bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren bisher nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe - Impfungen sind demnach aber schon jetzt mit ärztlicher Aufklärung und als individuelle Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.

Patrick Reichelt

Ministerin: Impfung für Kinder und Jugendliche bleibt freiwillig

13:30
16.08.2021
Nach der Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige durch die Ständige Impfkommission (Stiko) hat die Bundesregierung betont, dass damit für diese Altersgruppe kein Zwang zur Impfung verbunden ist. „Die Impfung bleibt freiwillig und darf nicht zur Voraussetzung für den Schulbesuch gemacht werden“, teilte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) am Montag mit. Ähnlich hatte sich zuvor auch Regierungssprecher Steffen Seibert geäußert.

Lambrecht nannte die Impfempfehlung einen wichtigen Schritt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Es gebe nun eine klare, auf wissenschaftlicher Erkenntnis beruhende Orientierung für Eltern und Kinder. „Die Empfehlung erleichtert Eltern und ihren Kindern die Entscheidung.“

Die Familienministerin betonte, die unabhängige Kommission habe ihre Bewertung „allein auf der Grundlage der sorgfältigen Auswertung und Abwägung wissenschaftlicher Fakten“ getroffen. Seit Wochen stand die Stiko unter Druck, weil sie für Kinder und Jugendliche keine generelle Impfempfehlung aussprach. Sie hatte das mit noch fehlenden Daten begründet. Stiko-Chef Thomas Mertens hatte der Politik eine Einmischung vorgeworfen.

Patrick Reichelt