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Hamburger Sieben-Tage-Inzidenz steigt deutlich auf über 60

10:28
09.08.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Montag deutlich auf mehr als 60 gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde kletterte die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf 63,6. Am Vortag hatte der Wert noch bei 56,5 gelegen, vor einer Woche bei 34,4. Nach einer anderen Berechnungsmethode des Robert Koch-Instituts liegt Hamburg bei der Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 54,8. Das ist im Ländervergleich der bundesweit mit Abstand höchste Wert.

Am Montag kamen 172 neu bestätigte Infektionen hinzu - 19 mehr als am Vortag und 135 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus gestorbenen Menschen blieb nach RKI-Angaben unverändert bei 1626. Seit Beginn der Pandemie wurden in Hamburg nach Angaben der Gesundheitsbehörde 80.411 Infektionen mit dem Coronavirus gezählt. 76.900 Menschen gelten als genesen.

Jan-Felix Jasch

Corona-Impfungen kommen voran - vor allem mit Zweitimpfungen

09:55
09.08.2021
Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran - vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Montag nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn dankte allen, „die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen“ und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. „Jede Impfung zählt!“, schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Am Sonntag wurden bundesweit insgesamt 110 000 Impfungen gemacht - darunter waren laut Robert Koch-Institut (RKI) gut 25 000 Erstimpfungen und knapp 85 000 Zweitimpfungen. Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 71,6 Prozent mindestens einmal und 64,5 Prozent vollständig geimpften Einwohnern. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,8 Prozent mindestens einmal und 48,8 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

Jan-Felix Jasch

Weil und Kretschmann für kostenpflichtige Corona-Tests

09:05
09.08.2021
Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Stephan Weil (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne), haben sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests künftig in der Regel nicht mehr gratis anzubieten. „Ich halte es ausdrücklich für richtig, dass Ungeimpfte ab dem Herbst ihre Tests selbst bezahlen müssen. Bis dahin hatte jeder die Möglichkeit, sich kostenfrei impfen zu lassen“, sagte Weil dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montag).

Kretschmann sagte der „Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten“ (Montag): „Auf Dauer wird die öffentliche Hand die Tests nicht finanzieren können. Das ist auch eine Frage von fairer Lastenverteilung, denn es gibt ja ein kostenfreies Impfangebot für alle.“

Dabei geht es nur um jene, für die es eine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission gibt - also nach derzeitigem Stand keine Kinder - und bei denen keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.

Angesichts steigender Infektionszahlen erhofft sich Kretschmann von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag eine klare Linie, wie es im Herbst weitergehen soll. „Es ist richtig, dass wir mit dem Fortschreiten der Impfquote zu einem neuen Umgang mit Freiheiten und Beschränkungen kommen müssen. Dabei gilt grundsätzlich: Einschränkungen bei Geimpften und Genesenen werden wir zu großen Teilen aufheben“, erklärte er. Für Nichtgeimpfte werde man wegen des höheren Ansteckungsrisikos den Zugang zu Veranstaltungen oder Einrichtungen „weiter an Bedingungen knüpfen“. Maßnahmen wie die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen werde man aber „sicher erst mal beibehalten“.

Jan-Felix Jasch