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Mehr als 3800 neue Coronainfektionen in Israel

07:39
03.08.2021
In Israel ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gestiegen. Nach Daten des israelischen Gesundheitsministeriums von Dienstag waren am Montag 3818 neue Fälle bestätigt worden. Zuvor hatte die Zahl bei 2121 gelegen. Insgesamt gibt es in Israel derzeit 22.345 Covid-Patienten, 221 von ihnen sind den Angaben zufolge schwer krank. Der Prozentsatz der am Montag positiv getesteten Menschen wurde mit 3,78 angegeben - zuvor hatte der Anteil bei 2,96 Prozent gelegen.

Fast 5,4 Millionen der rund 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. Vor kurzem hatte das Gesundheitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hieß es.

Jan-Felix Jasch

OVG-Präsident: Neue Corona-Beschränkungen können Klagezahl erhöhen

06:57
03.08.2021
Auf die Gerichte in Niedersachsen könnte nach Einschätzung eines führenden Juristen eine neue Klagewelle im Zusammenhang mit wieder verstärkten Corona-Beschränkungen zurollen. Vor einer solchen Entwicklung warnte Thomas Smollich, Präsident des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts in Lüneburg und gleichzeitig Präsident des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs in Bückeburg. „Ich erwarte, dass mit Steigen der Inzidenz und Wiedereinführung von Beschränkungen auch die Zahl der Klagen gegen Corona-Maßnahmen sehr schnell wieder in die Höhe schnellen wird“, sagte Smollich der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

„Da wird es sicher in Kürze auch um Fragen gehen, ob der Inzidenzwert noch der richtige und alleinige Maßstab sein kann und was mit denjenigen ist, die vollständig geimpft sind“, erläuterte Smollich.

Zugleich warnte Smollich die Politik davor, im Bereich der Verwaltungsgerichtsbarkeit Stellen zu streichen. Vorgabe der Landesregierung sei, ab Ende 2022 insgesamt 13 Stellen - und damit zehn Prozent des Personals an den Verwaltungsgerichten - einzusparen, hieß es. Ihm bereite die personelle Ausstattung indes schon jetzt „große Sorgen“. Er verwies auf einen großen Berg unerledigter Verfahren. Der Jurist nannte demnach eine Zahl von 28 000 Verfahren, die Anfang des Jahres nicht abgearbeitet gewesen seien. Er bezeichnete der Zeitung zufolge eine Größenordnung von 14 000 als „halbwegs normal und akzeptabel“.

Jan-Felix Jasch