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Stiko-Chef: Mehr 18- bis 59-Jährige sollten sich impfen lassen

20:17
02.08.2021
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, hat die 18- bis 59-Jährigen aufgerufen, sich verstärkt impfen zu lassen. Sie seien bei den Geimpften bisher unterrepräsentiert, sagte er bei einer Online-Veranstaltung am Montagabend in Ulm. „Über 75 Prozent in dieser Altersgruppe wäre toll.“ Dann lasse sich auch eine vierte Welle abflachen.

Der Gemeinschaftssinn sei dabei gefragt, denn Ungeimpfte könnten andere anstecken, die dann wiederum schwer an dem Virus erkranken könnten. Insbesondere die ungeimpften 20 Prozent der Lehrer sollten das nachholen. Das Coronavirus werde bleiben, nach einer Durchseuchung der Bevölkerung würden die schweren Verläufe aber verschwinden. „Es wird wie ein normales Virus werden, was uns nicht mehr so schreckt.“

Michael Rabba

US-Senator Graham trotz Impfung an Covid-19 erkrankt

20:12
02.08.2021
Der prominente US-Senator Lindsey Graham ist trotz Impfung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das schrieb der Republikaner am Montag auf Twitter. Am Samstagabend habe er grippe-ähnliche Symptome bekommen und sei daraufhin am Montagmorgen zum Arzt gegangen. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Seine Symptome seien mild, betonte Graham. „Ich bin sehr froh, dass ich geimpft wurde, denn ohne Impfung würde ich mich sicher nicht so gut fühlen wie ich es jetzt tue.“

Graham hatte in der Amtszeit von Donald Trump an Bekanntheit und politischem Gewicht gewonnen - als enger Vertrauter des damaligen Präsidenten. Erst zum Schluss von Trumps Zeit im Weißen Haus ging Graham auf Distanz zu seinem Parteikollegen.

Unter republikanischen Anhängern ist Impfskepsis in den USA besonders verbreitet. Angesichts der Ausbreitung der hoch ansteckenden Delta-Variante hatten zuletzt auch hochrangige republikanische Politiker und konservative Kommentatoren vermehrt für eine Impfung gegen das Coronavirus geworben.

Michael Rabba

Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

20:00
02.08.2021
Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem „Meilenstein“. In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um.

Michael Rabba