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Schlagabtausch zwischen Söder und Aiwanger

16:42
01.08.2021
Mit seinen demonstrativen Zweifeln an Corona-Impfungen stellt sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder zunehmend ins politische Abseits. „Meine Sorge ist, dass er sich in eine Ecke manövriert, aus der er selber nicht mehr herauskommt“, sagte CSU-Chef Söder am Sonntag im ZDF-Sommerinterview in Nürnberg. Er mache sich „ a bissl“ Sorge um Aiwanger, der auch bayerischer Wirtschaftsminister in Söders Kabinett ist.

Söder betonte, es gehe dabei nicht um die Frage, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch. Wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm „die Spucke wegbleibt“ oder er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. „Da muss man aufpassen“, sagte Söder.

Aiwanger verwende die gleiche Wortwahl wie AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, sagte Söder und warnte Aiwanger, der wiederum Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl am 26. September ist, „an irgendeinem Rand“ nach Wählerstimmen zu fischen. „Das ist ein totaler Trugschluss. Die Leute wählen am Ende richtige Querdenker.“ Wenn Aiwanger sich aber in deren Nähe begebe, müsse er aufpassen, dann nicht auch als solcher identifiziert zu werden. „Und dann wird es in der Tat schwierig.“

Söder verwies aber darauf, dass Aiwanger im bayerischen Kabinett bisher jeden Beschluss der Anti-Corona-Maßnahmen mitgetragen habe. Er sehe daher keinen Grund, Aiwanger aus dem Kabinett zu entlassen. Zudem habe er das Gefühl, dass auch die Freien Wähler selbst „sehr unglücklich sind über seine Äußerungen“. Er wolle der Partei nun Zeit geben, die Lage selbst ein Stück weit zu reflektieren. Bemerkenswert sei aber auch die Reaktion der Wirtschaft, die sich klar gegen Aiwanger gestellt habe.

Aiwanger wies die neue Kritik von Söder scharf zurück. „Es ist eine bewusste Falschbehauptung, ich hätte gesagt, dass nicht bewiesen sei, ob Impfstoffe wirken“, sagte Aiwanger. „Ich habe im Gegenteil gesagt, Impfen ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber es muss freiwillig bleiben.“ Und weiter:  „Es ist eine Unverschämtheit, mich als "Querdenker" abstempeln zu wollen, weil ich gegen die Impfpflicht bin und mehr Sensibilität einfordere beim Thema Impfen von unter 12-Jährigen, was auch die Stiko bisher nicht empfiehlt.“

Michael Rabba

14 neue Corona-Infektionen im Land Bremen

14:15
01.08.2021
Das Gesundheitsressort meldet 14 neue Corona-Infektionen im Land Bremen und damit jetzt  27.915 insgesamt bestätigte Fälle. 272 (+10) Infektionen sind aktiv. 27.153 (+4) gelten als genesen. Die Zahl der an oder in Folge einer Corona-Infektion Verstorbener bleibt unverändert bei 490.
Auf Bremerhaven entfällt davon eine neue Infektion und damit jetzt 4.592 insgesamt bestätigte Fälle. Die Zahl der aktiven Infektionen ist mit 37 unverändert geblieben, ebenso die mit 105 die Zahl der Verstorbenen.  4.450 (+1) Menschen in Bremerhaven gelten als genesen.
Der Inzidenzwert in Bremen beträgt 23,4 und in Bremerhaven 32,6, teilt das Gesundheitsressort weiter mit.

Michael Rabba