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Baerbock: Nächstes Schuljahr muss „krisenfest“ sein

09:58
30.07.2021
Damit Kinder und Jugendliche im Herbst wegen Corona nicht wieder auf Unterricht und Gemeinschaft verzichten müssen, sollten die Schulen nach Auffassung der Grünen jetzt rasch mit Luftfiltern und Teststrategien sicher gemacht werden. Langfristig gehe es gar nicht so sehr darum, insgesamt mehr Geld in das Bildungssystem zu pumpen, sagte Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz. Wichtiger sei vielmehr, dass die Mittel auch da ankämen, wo sie am dringendsten gebraucht würden - in den Grundschulen und bei Kindern aus armen Familien. Es sei wichtig, „dass das nächste Schuljahr krisenfest ist“, betonte die Grünen-Vorsitzende.

Die Grünen sprechen sich zudem dafür aus, eine Bundeszentrale für digitale Bildung zu gründen. Diese solle eine zentrale „Anlauf- und Verbindungsstelle“ für alle Schulen sein. Die Beantragung der Gelder aus dem Digitalpakt des Bundes müsse für die Schulträger vereinfacht werden. Mit dem Digitalpakt Schule will der Bund die Ausstattung der Schulen mit Computertechnik von 2019 bis 2024 mit 6,5 Milliarden Euro fördern. Ende 2020 waren bundesweit knapp 1,4 Milliarden Euro bewilligt, aber nur ein kleiner Teil davon war tatsächlich ausgegeben.

Patrick Reichelt

RKI registriert 2454 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 17,0

09:32
30.07.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt seit über drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 17,0 – am Vortag betrug der Wert 16,0, am Freitag der Vorwoche 13,2. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2454 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Fallzahl-Tabelle des RKI vom Freitagmorgen (Stand 09.51 Uhr) hervor. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2089 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 30 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 34 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 766 765 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 637.

Patrick Reichelt