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Israel: Grüner Pass soll steigende Corona-Zahlen bremsen

15:22
29.07.2021
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen gilt in Israel seit Donnerstag wieder der sogenannte Grüne Pass. Bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen müssen Teilnehmer, die älter als zwölf Jahre alt sind, eine Bescheinigung für Geimpfte oder Genesene vorzeigen oder ein negatives Corona-Testergebnis. Dies gilt unter anderem für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Fitnessstudios, Restaurants, Konferenzen und Gebetshäuser.

Der Grüne Pass, der Erleichterungen für Geimpfte und Genesene brachte, war in Israel im Februar eingeführt worden. Nach einem deutlichen Rückgang der Infektionszahlen waren die meisten Beschränkungen jedoch wieder aufgehoben worden.

Die Zahl der innerhalb eines Tages gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Israel hatte zuletzt wieder die 2000er-Marke überschritten. Am Donnerstagmorgen meldete das Gesundheitsministerium 2165 neue Infektionen für den Vortag. 159 Corona-Patienten sind schwer erkrankt. Mehr als 57 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Malte Bürger

Bremer Inzidenzwert steigt auf 21,3

14:42
29.07.2021
Auch in Bremen ist der Inzidenzwert erneut gestiegen. So liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nun bei 21,3 (Vortag: 21,1). In Bremerhaven hat sich der Wert von 15,0 auf 15,8 erhöht.

Im gesamten Land Bremen sind derweil 27 neue Corona-Infektionen registriert worden. Die Zahl der aktiven Infektionen wuchs um 21 auf jetzt 258. Vor exakt einer Woche waren es noch 189.

Malte Bürger

Indischer Bundesstaat verkündet wegen vieler Corona-Fälle Lockdown

14:28
29.07.2021
Der indische Bundesstaat Kerala mit mehr als 30 Millionen Einwohnern hat angesichts steigender Corona-Zahlen einen Lockdown fürs Wochenende verhängt. Derzeit meldet Kerala nach Behördenangaben 37 Prozent der aktiven Corona-Fälle in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land. Am Wochenende dürfen nur unverzichtbare Dienstleistungen angeboten werden, so können etwa Lebensmittelläden öffnen und Essenslieferdienste arbeiten, wie die Regierung Keralas am Donnerstag mitteilte.

Kerala wurde in Indien lange dafür gelobt, die Pandemie relativ gut im Griff zu haben. Nun sehen Experten mehrere Gründe für den Anstieg - etwa eine Lockerung von Corona-Maßnahmen während des muslimischen Opferfestes Eid-al-Adha. Auch berichten indische Medien, dass in dem Bundesstaat noch deutlich mehr Menschen empfänglich für das Virus seien als im Rest des Landes. Denn Antikörper-Untersuchungen zeigten, dass in Kerala nur 44 Prozent der Menschen, die älter als sechs Jahre sind, nach einer Corona-Infektion oder durch den Impfstoff Antikörper gebildet hätten. Im landesweiten Durchschnitt seien es 67 Prozent.

Insgesamt hat sich die Corona-Lage in Indien nach einer heftigen Welle im April und Mai unter anderem im Zusammenhang mit der Delta-Variante wieder deutlich beruhigt. Damals gab es an einigen Tagen mehr als 400 000 bekannte Fälle am Tag, Krankenhäusern ging der medizinische Sauerstoff aus und Angehörige mussten selbst vor Krematorien warten. Inzwischen werden täglich rund 40 000 Fälle erfasst.

Malte Bürger