Letztes Update:
20210725070940
Kapitel

Samstag, 24. Juli

Das war am Samstag, 24. Juli, wichtig:

19:48
24.07.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Der Inzidenzwert der Stadt Bremen steigt weiter, mittlerweile liegt er bei 17,6. Am Samstag meldete das Gesundheitsamt insgesamt 15 Neuinfektionen im Bundesland, 14 davon in der Stadt. Die Inzidenz in Bremerhaven beträgt 11,4.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronafällen in Niedersachsen ist weiter gestiegen. Am Samstag meldete das Robert Koch-Institut einen Wert von 15,8. Spitzenreiter im Vergleich der Landkreise und kreisfreien Städte war der Kreis Lüneburg mit einem Inzidenzwert von 51,0. Die niedrigsten Werte wurden im Landkreis Lüchow-Dannenberg (0) und im Kreis Friesland (1,0) gemeldet. Landesweit wurden im Vergleich zu Freitag 231 neue Corona-Fälle registriert.
Deutschland und die Welt:
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit zweieinhalb Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des RKI von Samstagmorgen lag sie bei 13,6 – am Vortag betrug der Wert 13,2. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland binnen eines Tages 1919 Corona-Neuinfektionen.

Bastian Angenendt

Impfquote von 50 Prozent rückt näher

19:47
24.07.2021
In den nächsten Tagen dürfte Deutschland bei der Corona-Impfquote die Marke von 50 Prozent überschreiten. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind inzwischen 49,1 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 12.40 Uhr). Das entspricht 40,82 Millionen Menschen. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge 60,8 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 50,54 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Allein am Freitag wurden 517 470 Dosen gespritzt.

Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle mit einem Anteil von 69,7 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen. Auch bei den vollständig Geimpften belegte Bremen mit 56,3 Prozent den Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstimpfungen blieb Sachsen (51,5 Prozent), genau wie bei den vollständig Geimpften (45,3 Prozent).

Dreyer fordert neuen Warnwert in der Corona-Politik

19:29
24.07.2021
Angesichts der wachsenden Zahl der gegen das Coronavirus geimpften Menschen hat sich die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) für angepasste Bewertungskriterien in der Corona-Politik ausgesprochen. „Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen“, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Dennoch sagt die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden.“

Die Inzidenz bleibe wichtig, aber sie sollte mit der Lage in den Krankenhäusern verknüpft werden, meinte Dreyer. Dazu zähle, wer dort eingeliefert werde und wer auf eine Intensivstation müsse. „Die Bundesländer müssen mit der Bundesregierung zu einem neuen Warnwert kommen. Wir sollten uns rasch auf eine bundeseinheitliche Regelung verständigen.“ Dreyer lobte ein von der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), vorgeschlagenes System als „sehr kluges Ampelsystem“. „Genau so eine Orientierung brauchen wir bundesweit.“

Jan-Felix Jasch