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Dehoga: Restaurants und Hotels keine Pandemietreiber

12:12
23.07.2021
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Niedersachsen hat angesichts der geplanten Anpassung der Corona-Verordnung darauf hingewiesen, dass Restaurant- und Hotelbetriebe nicht als Pandemietreiber anzusehen sind. Auch Diskotheken und Clubs dürften nicht wieder geschlossen werden, sofern sie über ein gut ausgestaltetes Hygienekonzept verfügen, sagte der Dehoga-Hauptgeschäftsführer in Niedersachsen Rainer Balke am Freitag.

Als Maßstab für Einschränkungen sollte aus Sicht des Dehoga künftig nicht nur die Sieben-Tage-Inzidenz herangezogen werden, sondern auch andere Faktoren wie die Krankenhausauslastung berücksichtigt werden. Das Gewerbe dürfe nicht wieder heruntergefahren werden, weder jetzt, noch nach Ende der Sommerphase, sagte Balke. In der Branche sei man sich sicher, dass ein weiterer Lockdown „das Ende bedeuten würde“. Das Gastgewerbe sei bereit, jede Maßnahme, die zur Verhinderung eines Lockdowns beitrage, zu unterstützen.

Malte Bürger

Niedersachsens Regierung erwägt Anpassung der Corona-Regeln vor MPK

11:04
23.07.2021
Niedersachsens Landesregierung erwägt, die Corona-Regeln noch vor dem nächsten Treffen der Ministerpräsidenten anzupassen. Einerseits solle vermieden werden, dass mit steigenden Inzidenzwerten bald Bereiche von Einschränkungen betroffen sind, „die mit der Entwicklung des Infektionsgeschehens gar nichts zu tun haben“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Kathrin Riggert am Freitag in Hannover. Andererseits müsse auf die in manchen Regionen mit „besorgniserregendem Tempo“ ansteigenden Infektionszahlen reagiert werden.

Eine „bloße Verschiebung der Grenzen“ im Corona-Stufenplan, damit Einschränkungen erst bei einer höheren Inzidenz greifen, werde es nicht geben. Denn das hätte laut Riggert auch „unerwünschte Effekte“: Unter Umständen würden so Bereiche gelockert, die zum Infektionsgeschehen beitrügen. Als Beispiele nannte sie Tanzveranstaltungen, bei denen es in der Vergangenheit immer wieder zu Ausbrüchen gekommen sei.

Jan-Felix Jasch