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20210722124441

Kassenärzte fordern mehr Einsatz von Betrieben und Unis beim Impfen

12:07
22.07.2021
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat mehr Engagement von großen Unternehmen und Universitäten bei der Corona-Impfkampagne gefordert. „Große Arbeitgeber können noch stärker eingreifen, genau wie die Universitäten, wenn die Semester wieder losgehen“, sagte Vize-Chef Stephan Hofmeister der Deutschen Presse-Agentur. „Das halten wir für geeigneter, als mit dem Impfbus abends vor der Disco zu stehen.“ Derzeit zeichne sich in einigen Regionen eine Impfmüdigkeit ab, insbesondere in den Impfzentren gehe die Frequenz der Impfungen deutlich nach unten.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen erklärte, es gebe „eine relevante Zahl von Menschen, die sich schlicht nicht impfen lassen will“.
Desinteressierte könne man „schon ein bisschen schubsen“, etwa indem Bürgertests bald für alle kostenpflichtig würden, die sich theoretisch auch impfen lassen könnten. „Impfen ist der beste Individual-Schutz“, betonte er.

In den Praxen besteht laut Gassen die Gefahr, dass Impfstoff weggeschmissen werden muss, weil er nur in größeren Fläschchen angeboten wird. Um ein Fläschchen voll zu nutzen, müssten in kurzer Zeit sechs Impfpatienten kommen. Das sei aber immer seltener der Fall. „Wichtig wäre, dass die Industrie diesen Impfstoff in Einzeldosen anbietet“, sagte Gassen deshalb. „Sonst wird es zum Verfall von Impfdosen kommen.“ Auch ein Teil der Impfdosen von Astrazeneca und Johnson & Johnson, die derzeit schwerer vermittelbar seien, müssten vielleicht entsorgt werden. „Damit wird man leben müssen.“

Jan-Felix Jasch

Zwölf weitere Corona-Fälle bei Olympia - Zwei Athleten positiv

11:39
22.07.2021
Einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio haben die Organisatoren zwölf weitere Corona-Fälle vermeldet. Wie das Organisationskomitee in dem am Donnerstag veröffentlichten Tagesbericht bekanntgab, gehören zu den Betroffenen zwei Athleten, die in Japan im olympischen Dorf wohnen. Beide Personen sind keine Japaner. Insgesamt stieg die Zahl der positiven Tests, die seit dem 1. Juli ermittelt wurden, auf 87.

Nach Angaben der Organisatoren sind zwei weitere Personen aus dem olympischen Dorf betroffen, dabei handelt es sich nicht um Sportler. Die vier Bewohner des Dorfes mussten sich in Quarantäne begeben.

Jan-Felix Jasch