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Mitteleuropäische Staaten wollen Corona-Maßnahmen koordinieren

15:45
20.07.2021
Fünf Staaten Mitteleuropas wollen ihren Kampf gegen die Corona-Pandemie stärker koordinieren. Das beschlossen die Außenminister von Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien und der Slowakei am Dienstag bei einem Treffen im tschechischen Melnik bei Prag. Ziel sei es, sich nicht gegenseitig mit einseitigen Maßnahmen zu überraschen, sagte der tschechische Gastgeber Jakub Kulhanek. Zugleich betonte er, dass man angesichts neuer Virusvarianten achtsam bleiben müsse.

Alle fünf Politiker betonten die Wichtigkeit der Impfkampagnen. Die Pandemie sei noch nicht zu Ende, mahnte der österreichische Chefdiplomat Alexander Schallenberg. Sein ungarischer Kollege Peter Szijjarto warnte in diesem Zusammenhang vor „Fake News“: Wer Falschinformationen über die Impfung in Umlauf bringe, sei unmittelbar für die Opfer einer vierten Corona-Welle verantwortlich. Das erste Außenministertreffen im sogenannten C5-Format, auch Central5 genannt, fand vor einem Jahr in Wien statt.

Patrick Reichelt

Britische Regierung stiftet Verwirrung zu Quarantäne-Regeln

15:02
20.07.2021
Die britische Regierung hat mit widersprüchlichen Äußerungen über die Regeln für Kontaktpersonen Corona-Infizierter erneut für Verwirrung gesorgt. Staatssekretär Paul Scully hatte am Dienstagmorgen der BBC gesagt, es sei den Menschen oder ihren Arbeitgebern selbst überlassen, wie sie mit Aufforderungen zur Selbstisolation über die Corona-Warn-App umgehen. Kurze Zeit später teilte eine Regierungssprecherin aber mit, es sei „äußerst wichtig“, sich an die Aufforderungen zu halten, egal ob sie von der App oder durch einen Anruf von Mitarbeitern des Gesundheitsdienstes kommen.

Der massive Anstieg von Neuinfektionen und die gleichzeitige Aufhebung fast aller Corona-Maßnahmen führt in England zu immer mehr Schwierigkeiten. Weil sich Hunderttausende Menschen derzeit als Kontaktpersonen in Selbstisolation befinden, fallen Züge aus, werden Läden geschlossen und gehen Schulen vorzeitig in die Sommerferien.

Auch Premierminister Boris Johnson ist derzeit auf seinem Landsitz Chequers in häuslicher Quarantäne, nachdem er Kontakt mit seinem an Covid-19 erkrankten Gesundheitsminister Sajid Javid hatte. Dazu entschied er sich allerdings erst nach einem öffentlichen Aufschrei - zuerst hatte er mitgeteilt, an einem Pilotprojekt teilzunehmen, das statt Isolation tägliche Tests vorsehe.

Patrick Reichelt