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Auch Geimpfte müssen bei Ankunft auf Island Corona-Test vorlegen

16:09
19.07.2021
Reykjavik/Nuuk (dpa) - Bei der Einreise auf Island müssen künftig auch geimpfte und genesene Touristen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie die isländische Regierung am Montag mitteilte, wird die Maßnahme zum Start der kommenden Woche in Kraft treten. Ab dann muss man einen PCR- oder Schnelltest vorlegen, der höchstens 72 Stunden alt ist.

Grund dafür ist eine Zunahme der Neuinfektionen auf der Nordatlantik-Insel, die ansonsten vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen ist. Ohne Impfung muss man weiterhin einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und nach Ankunft zwei weitere Tests machen, zwischen denen eine fünftägige Quarantänezeit liegt.

Auch anderswo im hohen Norden wird mit einer neuen Maßnahme gegen das Coronavirus angegangen: Die Menschen auf Grönland dürfen ab Dienstag nur noch dann die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, wenn sie mindestens die erste Corona-Impfdosis erhalten haben. Das gab der grönländische Regierungschef Múte B. Egede am Montag während einer Pressekonferenz bekannt, wie der Rundfunksender KNR und die Zeitung „Sermitsiaq“ berichteten. Diese Maßnahme gilt vorläufig bis Ende Juli, ausgenommen davon sind Fahrten mit dem Taxi. Derzeit gibt es 29 aktive Corona-Fälle auf Grönland - höher war diese Zahl während der gesamten Pandemie noch nicht auf der größten Insel der Erde.

Patrick Reichelt

Delta-Variante des Coronavirus dominiert in Tschechien

15:15
19.07.2021
Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in Tschechien. Sie mache 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde SZU am Montag in Prag mit. Die einst vorherrschende Alpha-Mutante - auch als „britische Variante“ bekannt - sei indes nur noch für zehn Prozent der Fälle verantwortlich.

In einem einzigen Fall wurde zudem eine neue, als „Delta Plus“ bezeichnete Virusvariante festgestellt. Bei der Patientin habe es sich um eine 30 Jahre alte Frau aus der Verwaltungsregion Südmähren gehandelt, teilte die Gesundheitsbehörde mit. In ihrem Umfeld seien keine weiteren Infektionen aufgetreten, hieß es.

Die Zahl der Neuinfektionen blieb zuletzt auf einem niedrigen Niveau. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen 15 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus an. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis warnte indes vor Nachlässigkeit. „Die Delta-Variante ist hier“, sagte der 66-Jährige. Er kritisierte, dass in Nachtklubs in Prag die Abstandsregeln missachtet würden: „Die Leute tanzen dort.“

Patrick Reichelt