Letztes Update:
20210719121143

Bei Kapillarlecksyndrom - Warnung vor Johnson & Johnson-Impfung

11:26
19.07.2021
Menschen die in der Vergangenheit das extrem seltene Kapillarlecksyndrom entwickelt haben, sollen keinen Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten. Das geht aus dem sogenannten Rote-Hand-Brief des Herstellers hervor, der am Montag vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) verbreitet wurde. Demnach wurden in den ersten Tagen nach Verabreichung dieses Impfstoffes „sehr selten Fälle des Kapillarlecksyndroms berichtet, in einigen Fällen mit tödlichem Ausgang“.

Somit sei der Impfstoff kontraindiziert bei Menschen, die in der Vergangenheit ein Kapillarlecksyndrom entwickelt hatten, hieß es. Das Kapillarlecksyndrom gilt als äußerst seltenes, aber potenziell lebensbedrohliches Krankheitsbild. Den Angaben zufolge ist es unter anderem charakterisiert durch akute Episoden von Ödemen (Wassereinlagerungen) hauptsächlich in den Extremitäten und niedrigem Blutdruck. Bei Symptomen nach einer Impfung mit Johnson & Johnson sei eine unmittelbare Behandlung notwendig.

Jean-Pierre Fellmer

FFP2-Masken-Test: Hohe Filterwirkung, wenn die Maske gut sitzt

10:28
19.07.2021
Die besten FFP2-Schutzmasken stammen von Firmen, die auf Produkte für den Arbeits- und Atemschutz spezialisiert sind. Das ergab eine aktuelle Auswertung der Stiftung Warentest von zehn FFP2-Masken (Juli 2021), ergänzt um eine Auswertung aus dem Februar 2021 von ebenfalls zehn entsprechenden Produkten.

Aus diesen beiden Überprüfungen gehen die Modelle dieser vier Firmen als Testsieger hervor: FFP2 NR silv-Air lite 4200 von Uvex, FFP2 NR D 2400+ Classic von Moldex, FFP2 Partikelfiltrierende Halbmaske NR LP2 von Lindenpartner und Aura 9320+ von 3M. Diese vier Masken schützen laut den Warentestern sehr gut vor Aerosolen bei genug Atemkomfort mit überzeugender Passform und Dichtigkeit. Die Schadstoffprüfung war unauffällig.

Jean-Pierre Fellmer

Bundesbank: Wirtschaft wächst kräftig - Vorkrisenniveau in Sicht

09:23
19.07.2021
Die deutsche Wirtschaft hat nach Einschätzung der Bundesbank im Frühjahr das Corona-Tief hinter sich gelassen. „Die Wirtschaftsleistung in Deutschland nahm im zweiten Quartal 2021 wohl wieder kräftig zu“, heißt es im Monatsbericht Juli der Notenbank, der am Montag veröffentlicht wurde. „Sie dürfte den im Winterquartal vor allem aufgrund der zeitweilig wieder verschärften Pandemie- Schutzmaßnahmen erlittenen herben Rückschlag in etwa wettgemacht haben.“ Erste Daten zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Zeitraum April bis einschließlich Juni veröffentlicht das Statistische Bundesamt Ende nächster Woche.

Im vergangenen Jahr hatte die Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in die tiefste Rezession seit der globalen Finanzkrise 2009 gerissen. Die Wirtschaftsleistung brach 2020 real um 4,8 Prozent ein. Zu Jahresbeginn 2021 bremsten neue Einschränkungen im Zuge der Bekämpfung des Coronavirus unter anderem Gastgewerbe und Teile des Handels aus, das BIP schrumpfte im ersten Quartal zum Vorquartal um 1,8 Prozent.

Getragen werde die aktuelle Erholung zu einem großen Teil vom Dienstleistungssektor, analysierte die Bundesbank. Die Einschränkungen etwa in Handel und Gastgewerbe wurden ab Mai schrittweise wieder gelockert. Die Industrie dagegen klagt über Lieferengpässe und Materialknappheit.

Jean-Pierre Fellmer