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Bund will Einbau mobiler Luftfilter mit 200 Millionen fördern

09:23
14.07.2021
Die Bundesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Einbau mobiler Luftfilter in Schulen mit 200 Millionen Euro fördern. Ein entsprechender Beschluss des Bundeskabinetts wurde am Mittwoch erwartet. Das Geld soll den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Bisher fördert der Bund nur den Einbau fester Anlagen.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte über Gespräche über eine Ausweitung des Bundesprogramms berichtet. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte mitgeteilt, Bund und Länder arbeiteten an einem Programm für mehr Luftfilter in Klassenzimmern. Nachdem das Umweltbundesamt seine kritische Meinung gegenüber den Filtern geändert habe, würden die Länder nun beraten, wie man die Bundesförderung ergänzen könne, so der Kanzlerkandidat der Union am Sonntag in der ARD.

Seit Mitte Juni können Schulen und Kitas Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitgeteilt hatte. Die Förderung ist begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist. Es gibt maximal 500 000 Euro je Standort. Außerdem gibt es nur dann Geld, wenn nicht bereits Fördergelder von anderen Stellen, wie dem Land oder der EU fließen. Das Programm ist bis Ende des Jahres befristet.

Malte Bürger

Grönland führt neue Corona-Beschränkungen ein

09:00
14.07.2021
Grönland führt wegen einer Zunahme der Corona-Fälle landesweite Beschränkungen ein. Das gab die grönländische Regierung am Dienstag bekannt, wie der Rundfunksender KNR und die Zeitung „Sermitsiaq“ berichteten. „Wir können sehen, dass die Infektionen durch einen Flug hereingekommen sind. Die Lage ist kritisch“, sagte Regierungschef Múte B. Egede demnach auf einer Pressekonferenz.

Zunächst bis einschließlich Freitag müssen die Menschen auf der größten Insel der Welt nun unter anderem vorübergehend einen Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln tragen. Außerdem werden Begrenzungen für die Zahl der Passagiere in Bussen und Gäste in Restaurants eingeführt. In Kirchen wie in Restaurants und Cafés dürfen maximal 20 Personen zusammenkommen, Supermärkte und andere Läden mit Waren des täglichen Gebrauchs dürfen nur zur Hälfte der zugelassenen Kundenzahl ausgelastet sein.

Seit Pandemiebeginn ist das Coronavirus bei 60 Menschen auf Grönland nachgewiesen worden, einen Todesfall gab es in dem Zusammenhang bisher nicht. Derzeit gibt es 13 aktive Corona-Fälle auf der Insel. Allein vier davon wurden am Dienstag entdeckt, darunter bei zwei Passagieren eines Flugs, der vor einer Woche aus Kopenhagen kommend auf Grönland gelandet war. Es wird damit gerechnet, dass es in einem dieser Fälle um die ansteckendere Delta-Variante des Virus geht. Es wäre der erste Delta-Fall für Grönland. Grönland hat rund 56 000 Einwohner. Die Insel ist weitgehend autonom, zählt aber offiziell zum Königreich Dänemark.

Malte Bürger