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20210709130138

Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet - auch Mallorca und Kanaren

11:15
09.07.2021
egen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen in das beliebteste Urlaubsland der Deutschen abraten wird. Praktische Folgen ergeben sich für Urlauber aber kaum: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Anders sieht es bei der ebenfalls sehr beliebten Urlaubsinsel Zypern aus, die am Sonntag als Hochinzidenzgebiet mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft wird. Wer dort Urlaub macht und nicht geimpft oder genesen ist, muss künftig für fünf bis zehn Tage in Quarantäne.

Die neuen Einstufungen sind Folge der in vielen Regionen Europas wieder deutlich steigenden Infektionszahlen. In Spanien gelten bereits 6 der 17 Regionen - darunter die Urlaubsgebiete Katalonien und Andalusien - sowie die Exklave Ceuta in Nordafrika als Risikogebiete. Die Balearen mit Mallorca, der beliebtesten Urlaubsinsel der Deutschen, sowie die Kanaren blieben aber bisher verschont.

Jan-Felix Jasch

Verband der Kinderärzte für Impfung bei Kindern und Jugendlichen

09:42
09.07.2021
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Niedersachsen hält eine Corona-Impfung der Jüngeren zur Verhinderung einer vierten Infektionswelle im Herbst für notwendig. „Alle Kinder und Jugendlichen über 12 Jahre sollen jetzt die Möglichkeit einer Sars-CoV-2-Impfung erhalten“, sagte der Landesvorsitzende Tilman Kaethner am Freitag. Die Familien sollten objektiv und empathisch aufgeklärt werden und nicht durch widersprüchliche Aussagen verunsichert werden, sagte Kaethner.

Ohne eine Impfung würden sich die meisten Jugendlichen infizieren. Akute schwere Erkrankungen seien zwar selten, man wisse aber auch bei Jugendlichen noch wenig über Langzeitfolgen einer Corona-Infektion, so Kaethner. In der Ärzteschaft Niedersachsens herrschte zuletzt Uneinigkeit, ob Kinder und Jugendliche gegen Corona geimpft werden sollten. 

Jean-Pierre Fellmer