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Kapitel

Mittwoch, 7. Juli

Das war am Mittwoch, 7. Juli, wichtig

20:26
07.07.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Das Gesundheitsressort hat 21 Neuinfektionen in Bremen gemeldet. Damit sind derzeit 109 (+9) Menschen akut mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Gestorbenen bleibt bei 488. Die Inzidenz in Bremen steigt auf 11,6, in Bremerhaven sinkt der Wert auf 2,6.
  • Die Stiko hat für die Zweitimpfung einen Impfstoffwechsel für Menschen mit einer Astra-Zeneca-Erstimpfung empfohlen. Für den Wechsel gibt es in Bremen nun online eine Liste, um Termine umzubuchen.
  • In Niedersachsen sind am Mittwoch wieder mehr Corona-Fälle registriert worden, insgesamt blieb das Infektionsgeschehen aber auf niedrigem Niveau. Binnen einer Woche wurden 4,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet.
  • Im vergangenen Jahr sind 1945 Menschen in Niedersachsen an Covid-19 gestorben, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) am Mittwoch mitteilte.

Deutschland und die Welt: 

  • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg leicht auf 5,1 (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eindringlich für Corona-Impfungen geworben und vor Monaten mit vielen Neuinfektionen gewarnt. Entweder man werde geimpft oder man werde infiziert - „mit dem Risiko auch einer Folgeerkrankung“, sagte er am Mittwoch.
  • Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es am Mittwochabend.
  • Mit mehr als 32 500 neuen Corona-Fällen an einem Tag hat Großbritannien den höchsten Tageswert seit Januar verzeichnet. 

Malte Bürger

Ballack: Erhöhung der Zuschauerzahlen in Wembley „fragwürdig“

20:18
07.07.2021
Der frühere Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack hat die Zulassung weiterer Zehntausender Zuschauer für die K.o.-Runden-Spiele im Londoner Wembley-Stadion bei der EM kritisiert. „Während des Turniers das nochmal zu erhöhen, war sicherlich fragwürdig“, sagte Ballack am Mittwoch als Experte vor dem Halbfinale zwischen England und Dänemark bei Magenta TV. Dass bei den abschließenden Partien in der Londoner Fußball-Arena rund 60 000 Fans auf die Tribünen durften, nachdem zu Turnierbeginn nur etwas mehr als 20 000 Zuschauer zugelassen waren, bewertete der Ex-Profi als „vielleicht auch viel zu viel“.

Für ihre Öffnungsstrategie war die britische Regierung zuletzt besonders auch aus Deutschland attackiert worden. In Großbritannien breitet sich die als ansteckender geltende Delta-Variante des Coronavirus am stärksten aus. Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hatte vor den Finaltagen einen erheblichen Anstieg der Corona-Infektionen im Zusammenhang mit der EM festgestellt. Bis zum Ende der dritten Turnierwoche habe es mehr als 2500 Fälle in sieben Ländern gegeben, die sich mit der EM in Verbindung bringen ließen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Besonders betroffen ist demnach Schottland mit 1991 Fällen. Die schottische Mannschaft trug ihre EM-Gruppenspiele in Glasgow und im Londoner Wembley-Stadion aus.

Patrick Reichelt